Klas­si­sches Macht­va­ku­um

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINUNG & DIALOG -

Die dä­ni­sche Ta­ges­zei­tung „Jyl­land­sPos­ten“schreibt über den Öl­ma­na­ger Rex Til­ler­son als künf­ti­gen US-Au­ßen­mi­nis­ter: „Til­ler­son ist dank sei­ner über 40 Jah­re lan­gen Kar­rie­re in der pri­va­ten Wirt­schaft er­geb­nis­ori­en­tiert, und al­lein das wird nach den Jah­ren mit Prä­si­dent Ba­rack Oba­ma wohl­tu­end sein, in de­nen die USA in viel zu vie­len Si­tua­tio­nen kon­flikt­scheu ge­we­sen sind, was Re­gimes et­wa in Russ­land oder Chi­na als Zei­chen der Schwä­che und da­mit als klas­si­sches Macht­va­ku­um ge­deu­tet ha­ben. Das un­be­schreib­li­che mensch­li­che Leid in Alep­po ist Sinn­bild für ei­nen ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten und Au­ßen­mi­nis­ter, die nur ver­han­deln, aber zu kei­nem Zeit­punkt ei­nen un­miss­ver­ständ­li­chen Wil­len de­mons­trie­ren, mi­li­tä­ri­sche Macht an­zu­wen­den. Hof­fent­lich wer­den Trump und Til­ler­son ei­ne Au­ßen­po­li­tik von ei­nem ganz an­de­ren Zu­schnitt füh­ren, bei dem nie­mand im Zwei­fel dar­über ge­las­sen wird, dass die USA so­wohl den Wil­len als auch die Macht ha­ben.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.