Is­rae­li­sche Archäo­lo­gen fin­den na­he Tel Aviv 3800 Jah­re al­te Ton­kunst

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - KULTUR -

JA­HUD (dpa) - Archäo­lo­gen ha­ben in Is­ra­el ein 3800 Jah­re al­tes Ton­ge­fäß mit ei­ner sit­zen­den Skulp­tur ge­fun­den. Der rund 18 Zen­ti­me­ter ho­he Krug sei in der Stadt Ja­hud na­he Tel Aviv ent­deckt wor­den, teil­te die Is­rae­li­sche Al­ter­tums­be­hör­de am Mitt­woch mit. Die mensch­li­che Fi­gur hockt in Den­ker­po­se auf dem Ge­fäß.

„Das Le­vel der Prä­zi­si­on und die Auf­merk­sam­keit für das De­tail, um die­se fast 4000 Jah­re al­te Skulp­tur her­zu­stel­len, ist ex­trem be­ein­dru­ckend“, sag­te der Di­rek­tor der Aus­gra­bung, Gi­l­ad Itach. „Der Hals des Kru­ges dien­te als Ba­sis, um den obe­ren Teil der Fi­gur zu for­men.“An­schlie­ßend sei­en die Ar­me, die Bei­ne und das Ge­sicht hin­zu­ge­fügt wor­den.

Das Ge­fäß aus der mitt­le­ren Bron­ze­zeit wur­de bei Aus­gra­bun­gen im Ok­to­ber ge­fun­den. Die Ar­bei­ten fan­den statt, be­vor dort nun Wohn­häu­ser ent­ste­hen. Der Krug war in zahl­rei­che Scher­ben zer­bro­chen ge­we­sen und wur­de in den La­bo­ren der Al­ter­tums­be­hör­de wie­der zu­sam­men­ge­setzt.

Die Archäo­lo­gen fan­den zu­dem an­de­re Ge­fä­ße und Me­tall­ge­gen­stän­de, wie Dol­che, Pfeil­spit­zen, ein Teil ei­ner Axt so­wie Schafs­kno­chen

Grimm­welt zeigt neue Er­leb­nis­aus­stel­lung

KASSEL (epd) - Ei­nen neu­en Zu­gang zu den Mär­chen der Brü­der Grimm er­öff­net ei­ne Son­der­aus­stel­lung in der Kas­se­ler Grimm­welt. Die Aus­stel­lung „Der 8. Zwerg“sei ei­ne Fa­mi­li­en- und Er­leb­nis­aus­stel­lung, in der die zau­ber­haf­te Welt der Mär­chen er­fahr­bar wer­den sol­le, sagt Su­san­ne Völ­ker, Pro­gramm­lei­te­rin des Mu­se­ums. Der „8. Zwerg“lei­te die Be­su­cher durch die Aus­stel­lung und zei­ge ih­nen be­kann­te und un­be­kann­te Mär­chen. In der Schau wer­den un­ter an­de­rem die Be­zie­hun­gen zwi­schen Mensch und Tier in den Grimm­schen Mär­chen the­ma­ti­siert. Im Be­reich „Licht- und Schat­ten­wel­ten“ist es mög­lich, selbst zum Teil ei­nes Schat­ten­spie­les zu wer­den und et­wa mit Rum­pel­stilz­chen um ein Feu­er zu tan­zen. Auch be­kom­men Be­su­cher die Ge­le­gen­heit, von Mär­chen in­spi­rier­te Spie­le zu spie­len. Die Aus­stel­lung ist noch bis 1. Mai 2017 in der Kas­se­ler Grimm­welt zu se­hen. (www.grimm­welt.de) und mut­maß­li­che Esels­kno­chen. Itach geht da­von aus, dass es sich da­bei um Gr­ab­bei­ga­ben für die Be­er­di­gung ei­nes wich­ti­gen Mit­glieds der Ge­mein­schaft han­del­te. „So­weit ich weiß, wur­de ei­ne solch rei­che Men­ge an Gr­ab­bei­ga­ben, die auch solch ein ein­zig­ar­ti­ges Ge­fäß be­inhal­tet, in die­sem Land noch nie ent­deckt“, sag­te Itach.

An­ti­ke Abend­ro­ben wer­den der­zeit in New York ge­zeigt

NEW YORK (dpa) - Ro­ben aus dem 18. Jahr­hun­dert, Kö­nigs­ge­wän­der und Prin­zes­si­nen­klei­der, Schu­he mit ex­trem ho­hen Ab­sät­zen à la La­dy Ga­ga und ein Cha­nel-Ko­s­tüm von An­na Win­tour: Mehr als 60 in den ver­gan­ge­nen Jah­ren neu er­wor­be­ne Mo­de-Meis­ter­wer­ke zeigt das Cos­tu­me In­sti­tu­te des New Yor­ker Me­tro­po­li­tan Mu­se­ums in ei­ner gro­ßen Aus­stel­lung. Krea­tio­nen zahl­rei­cher Hau­te Cou­ture-De­si­gner sind in der Schau „Mas­ter­works: Un­packing Fa­shion“in New York zu se­hen. Die Schau ist noch bis zum 5. Fe­bru­ar 2017 zu se­hen. „Un­se­re Mis­si­on ist es, Mo­de als le­ben­de Kunst dar­zu­stel­len, die Ge­schich­te in­ter­pre­tiert, Teil des his­to­ri­schen Pro­zes­ses wird und nach­fol­gen­de Kunst in­spi­riert“, sag­te Ch­ef­ku­ra­tor And­rew Bol­ton bei der Er­öff­nung. Das in­zwi­schen nach „Vo­gue“Che­fin An­na Win­tour be­nann­te Cos­tu­me In­sti­tu­te be­her­bergt mehr als 35 000 Klei­dungs­stü­cke, Ko­s­tü­me und Ac­ces­soires von fünf Kon­ti­nen­ten und aus sie­ben Jahr­hun­der­ten. Ur­sprüng­lich war das 1937 ge­grün­de­te Cos­tu­me In­sti­tu­te ein ei­ge­nes Mu­se­um, wur­de aber 1959 Teil des Me­tro­po­li­tan Mu­se­ums. Die Met-Ga­la, auch als Met-Ball be­kannt, mar­kiert je­des Jahr die gro­ße Er­öff­nung der Mo­de­aus­stel­lung des Ko­s­tü­min­sti­tuts und bil­det ei­ne Platt­form für zahl­rei­che Pro­mi­nen­te und Gäs­te aus al­ler Welt, die sich mit auf­fäl­li­gen Ko­s­tü­men und Ro­ben prä­sen­tie­ren.

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Äu­ßerst vor­sich­tig be­ar­bei­tet ei­ne Re­stau­ra­to­rin das 3800 Jah­re al­te Ton­ge­fäß.

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La­ra lauscht an ei­ner Wim­mel­wand den Ge­schich­ten.

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