Die Kin­der ste­cken das Pu­bli­kum an

Die Bil­harz­schu­le er­zählt in Gor­heim die Weih­nachts­ge­schich­te

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SIGMARINGEN -

SIG­MA­RIN­GEN (fxh) - Die Bil­harz­schu­le hat in der ehe­ma­li­gen Klos­ter­kir­che Gor­heim am Don­ners­tag das Krip­pen­spiel „Beth­le­hem ist nicht weit“auf­ge­führt. Die Grund­schü­ler be­setz­ten al­le Rol­len selbst und be­geis­ter­ten da­mit ihr Pu­bli­kum. Über das ge­lun­ge­ne Krip­pen­spiel darf sich auch das Kin­der­dorf Ma­ri­phil auf den Phil­ip­pi­nen freu­en: Der Ver­kauf von selbst ge­bas­tel­tem Weih­nachts­schmuck er­brach­te ei­nen Rein­erlös in Hö­he von 840 Eu­ro.

Un­ter den Leh­rern hat le­dig­lich der Rek­tor ei­nen So­lo­auf­tritt: Mit der Dreh­or­gel und „Macht hoch die Tür“er­öff­net Klaus Flo­ckerzie das Krip­pen­spiel. Der Rek­tor be­ginnt oh­ne Vor­re­de, was plötz­lich ei­ne an­däch­ti­ge Stil­le er­zeug­te.

Schü­ler aus der drit­ten und vier­ten Klas­se er­zäh­len die Weih­nachts­ge­schich­te. Da­zwi­schen tre­ten Schü­ler als Hir­ten, Her­bergs­su­che so­wie Ma­ria und Jo­sef auf. An­schau­lich dar­ge­stellt ist die er­folg­lo­se Her­bergs­su­che: Bei dem Lied „Klopf, klopf, klopf“öff­net sich die Tür ei­nes Holz­hau­ses. Schü­ler tre­ten her­vor, die Tür schließt sich wie­der, und sie sin­gen je­weils die Stro­phe ei­nes Lie­des. So tex­ten sie: „In mein Haus kommt ihr nicht rein, denn es ist be­stimmt zu klein, auch seid ihr nicht von hier, bleibt nur vor der Tür.“

Die­sen Ge­dan­ken greift Leh­re­rin Hei­di Schley­er auf, als sie ans Mi­kro­fon tritt und sagt, dass die Her­bergs­su­che der­zeit ak­tu­el­ler denn je sei. Vie­le Men­schen wür­den nach ei­ner Her­ber­ge su­chen. Des­halb kom­me Weih­nach­ten zur rich­ti­gen Zeit: „Die Kin­der ha­ben uns an­ge­steckt. Kommt schließt Euch uns an.“ Mehr Bil­der vom Krip­pen­spiel der Bil­harz­schu­le gibt es un­ter im In­ter­net www.schwa­ebi­sche.de/ gor­heim2016

FO­TO: FXH

Ma­ria (rechts) muss ihr Kind in ei­ne Krip­pe le­gen. Die Schü­ler der Bil­harz­schu­le hof­fen, dass al­le Men­schen heu­te ei­ne Her­ber­ge fin­den.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.