Sig­ma­rin­ger ha­ben neue Ge­schäfts­idee

Mit be­son­de­ren Fo­li­en zau­bern sie bun­te Mo­ti­ve auf hei­ße Ge­trän­ke.

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ERSTE SEITE - Von Ga­b­rie­le Lo­ges

SIG­MA­RIN­GEN - Un­ter dem Na­men „Twi­cky Sti­cky“möch­ten drei Freun­de aus Sig­ma­rin­gen ess­ba­re und lös­li­che Sti­cker mit in­di­vi­du­el­lem Druck und Ge­schmacks­va­ria­ti­on pro­du­zie­ren. Das Star­t­up-Un­ter­neh­men sucht noch Men­schen, die sie un­ter­stüt­zen.

Drei jun­ge Män­ner ha­ben ei­nen tol­len Ein­fall und kön­nen sich da­mit auf dem Markt be­haup­ten. So könn­te ein Mär­chen be­gin­nen. Da­mit es ei­nes wer­den kann – oder noch bes­ser Rea­li­tät, ste­cken Ünal Akyü­rek, Alex­an­der Paul und Bur­han Yal­cin viel Zeit und Ener­gie in ei­ne Ge­schäfts­idee, die durch­aus Er­folg ha­ben könn­te. Bur­han Yal­cin, ge­bo­ren in Sig­ma­rin­gen, stu­diert an der Hoch­schu­le Nür­tin­gen Volks­wirt­schaft und steht kurz vor der Prü­fung. Ünal Akyü­rek, eben­falls in Sig­ma­rin­gen ge­bo­ren, hat nach der Fach­hoch­schul­rei­fe ei­ne Aus­bil­dung als Au­ßen­han­dels­kauf­mann ab­ge­schlos­sen und ist Chef des Piz­za-Re­stau­rants „Sig­ma­ri­no“. Drit­ter im Bun­de ist Alex­an­der Paul aus Chem­nitz und seit zehn Jah­ren in der Re­gi­on hei­misch. Er hat ei­ne Au­to­ver­mie­tung auf­ge­baut und ar­bei­te­te als Fi­li­al­lei­ter. In­zwi­schen steckt er sein Wis­sen in die Um­set­zung und Ver­mark­tung von „Twi­cky Sti­cky“. Al­len drei­en ist ge­mein­sam, dass sie in der Re­gi­on blei­ben und ein ei­ge­nes Un­ter­neh­men mit wei­te­ren An­ge­stell­ten grün­den wol­len.

Bot­schaf­ten auf Kaf­fee

Seit April ar­bei­ten sie an ih­rer Idee. Kaf­fee ist die größ­te Wer­be­flä­che der Welt: „Täg­lich schau­en rund 1,4 Mil­li­ar­den Men­schen im­mer in die­sel­be Tas­se, das wol­len wir än­dern.“Statt le­dig­lich Scho­koh­er­zen auf den Milch­schaum zu sie­ben, könn­ten, so sag­ten sie sich, doch auch in­di­vi­du­el­le Mo­ti­ve Bot­schaf­ten jeg­li­cher Art ver­mit­teln. Au­ßer­dem, so Paul, kön­ne man so ein we­nig Le­bens­freu­de in den All­tag streu­en. Zu­sam­men mit ei­nem Le­bens­mit­tel­la­bor ent­wi­ckel­ten sie ei­ne Fo­lie, die mit Le­bens­mit­tel­far­ben be­druckt wird und auf al­le Flüs­sig­kei­ten auf­ge­legt wer­den kann. Nach rund zehn Se­kun­den löst sich die Fo­lie, die auf Reis­stär­ke ba­siert und all­er­gen­frei, ve­gan und me­di­zi­nisch un­be­denk­lich ist, auf und man sieht nur noch den Druck auf der Ober­flä­che des Ge­tränks. Mög­li­che Ab­neh­mer sind Pri­vat­leu­te, Gas­tro­no­men, Fir­men und Event­ver­an­stal­ter. Der zum Ver­zehr ge­eig­ne­te lös­li­che Sti­cker mit in­di­vi­du­el­lem Druck und Ge­schmacks­va­ria­ti­on ist ein­setz­bar auf Kaf­fee, Cap­puc­ci­no, Lat­te Mac­chia­to oder hei­ßer Scho­ko­la­de.

Über ein On­line-Por­tal soll der Ver­trieb or­ga­ni­siert wer­den. Schon jetzt kön­nen po­ten­zi­el­le Kun­den über Crowd­fun­ding die Idee un­ter­stüt­zen. Da­für, so das Trio, ist ein ein­fa­cher Zu­gang wich­tig: „Als Start-Up wol­len wir schon jetzt ei­ne Web-In­fra­struk­tur auf­bau­en, so­dass es ganz leicht ist, den Upload samt Ge­schmacks­aus­wahl un­kom­pli­ziert dru­cken zu las­sen.“Um Twi­cky Sti­cky al­ler­dings auf den Markt zu brin­gen, müs­sen Ma­schi­nen fi­nan­ziert wer­den. Die Kam­pa­gne läuft welt­weit: „Wir be­kom­men vie­le An­fra­gen, aber wir brau­chen na­tür­lich auch kon­kre­te Zu­sa­gen.“Die ers­ten „Pro­mo­tou­ren“im süd­deut­schen Raum be­stä­ti­gen sie. Sie hof­fen zu­sätz­lich auf Spon­so­ren aus der Re­gi­on: „Wir wol­len an die Pro­jekt­plä­ne des Land­krei­ses an­knüp­fen.“Das Start­ka­pi­tal soll ge­nutzt wer­den, um zu­sam­men mit der Bank ei­nen Groß­teil des Gel­des in die Her­stel­lung ei­ner für die Le­bens­mit­tel­in­dus­trie ge­eig­ne­ten Ma­schi­ne flie­ßen zu las­sen.

Über Face­book ha­ben sie be­reits ei­ne gro­ße Fan­ge­mein­de (face­book//Twi­cky Sti­cky), un­ter www.Twi­cky-sti­cky.com und www.start­next.com fin­den In­ter­es­sier­te und sol­che, die die Idee un­ter­stüt­zen wol­len, wei­te­re In­for­ma­tio­nen.

FO­TO: GL

FO­TO: GA­B­RIE­LE LO­GES

Bur­han Yal­cin, Alex­an­der Paul und Ünal Akyü­rek (von links) ha­ben ei­ne Ge­schäfts­idee und möch­ten von Sig­ma­rin­gen aus Ge­trän­ke in­di­vi­du­ell ver­schö­nern oder als Wer­bung nut­zen.

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