Kri­tik an Po­li­tik wächst nach Frei­burg-Mord

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

FREI­BURG/BER­LIN (dpa) - Der Fall des mut­maß­li­chen Se­xu­al­mör­ders von Frei­burg, der als Flücht­ling nach Deutsch­land ge­kom­men war, ruft im­mer mehr Kri­tik an der Po­li­tik her­vor. Die Ge­werk­schaft der Po­li­zei be­klag­te, dass die deut­schen Be­hör­den nur ei­nen un­zu­rei­chen­den Zu­griff auf eu­ro­päi­sche Flücht­lings­da­ten­ban­ken hät­ten. Der Flücht­ling, der zu­vor in Grie­chen­land war, soll in Frei­burg ei­ne 19-jäh­ri­ge Stu­den­tin ver­ge­wal­tigt und um­ge­bracht ha­ben.

Der Va­ter ei­ner jun­gen Grie­chin, die von dem Tat­ver­däch­ti­gen 2013 über­fal­len und schwer ver­letzt wur­de, zeig­te sich fas­sungs­los. Er kri­ti­sier­te, dass der Mann trotz ei­ner Ver­ur­tei­lung zu zehn Jah­ren Haft von der grie­chi­schen Jus­tiz im Zu­ge ei­ner Am­nes­tie frei­ge­las­sen wur­de, sag­te Pan­te­lis Chai­dos der grie­chi­schen Bou­le­vard­zei­tung „Re­al News“(Sonn­tag).

Der grie­chi­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Al­exis Tsi­pras kün­dig­te der „Bild am Sonn­tag“und der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung“zu­fol­ge ei­ne bes­se­re Ko­ope­ra­ti­on mit Deutsch­land an. Bei ei­nem Tref­fen mit Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) am Frei­tag in Ber­lin ha­be er zu­ge­sagt, „rasch Da­ten über ehe­ma­li­ge Straf­ge­fan­ge­ne zu lie­fern, die even­tu­ell über die Bal­kan­rou­te nach Deutsch­land ge­kom­men sind“.

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