Die EU muss at­trak­tiv blei­ben

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - Von Sa­bi­ne Lenn­artz

Der Br­ex­it, das EU-Ver­sa­gen in Sy­ri­en, die feh­len­de So­li­da­ri­tät in der Flücht­lings­fra­ge – es gibt für eu­ro­päi­sche Po­li­ti­ker jetzt we­nig An­lass, zu­frie­den zu sein. Aber vie­le Grün­de, für Eu­ro­pa zu wer­ben. Der Chef der EVP-Frak­ti­on tut dies. Man­fred We­ber bringt die Her­aus­for­de­rung auf den Punkt: die Ver­söh­nung von Na­tio­nal­staat und Eu­ro­pa. Er ver­weist auf Franz Jo­sef Strauß, der ei­ne er­folg­rei­che deut­sche Po­li­tik von ei­ner gu­ten eu­ro­päi­schen Zu­sam­men­ar­beit ab­hän­gig sah. Es wird höchs­te Zeit, dass mehr Po­li­ti­ker wie We­ber in ih­ren Hei­mat­län­dern für Eu­ro­pa wer­ben. Das Ar­gu­ment von Krieg und Frie­den zieht bei jun­gen Men­schen nicht mehr, die nichts an­de­res er­lebt ha­ben als ei­ne lan­ge Frie­dens­pe­ri­ode. Falsch ist es aber nicht. Die meis­ten Men­schen hal­ten die EU für wich­tig in der Flücht­lings­kri­se, dem Kampf ge­gen Ter­ro­ris­mus und dem Kli­ma­schutz. Das macht Eu­ro­pa at­trak­tiv. Nicht aber der Streit um den nächs­ten Par­la­ments­chef. s.lenn­artz@schwa­ebi­sche.de

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