Eden­ho­fer kommt recht­zei­tig für an­ste­hen­de Groß­pro­jek­te

Neue stell­ver­tre­ten­de Schul­lei­te­rin über­nimmt im Ja­nu­ar ihr Amt am Ho­hen­zol­lern-Gym­na­si­um

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SIGMARINGEN - Von Chris­toph War­ten­berg

SIG­MA­RIN­GEN - Seit An­fang De­zem­ber ist In­ge­borg Eden­ho­fer die neue stell­ver­tre­ten­de Schul­lei­te­rin am Ho­hen­zol­lern-Gym­na­si­um (die SZ be­rich­te­te). Bis zum Schul­jahrsen­de ist Eden­ho­fer noch ans Gym­na­si­um in Ebin­gen teil­ab­ge­ord­net, von da an ar­bei­tet sie kom­plett in Sig­ma­rin­gen. In Ebin­gen war sie seit dem Schul­jahr 2002.

Eden­ho­fer ist 43 Jah­re alt, in Göp­pin­gen ge­bo­ren und in Stuttgart auf­ge­wach­sen. Dort hat sie die Schu­le und die Uni­ver­si­tät be­sucht und in Bad Cann­stadt auch ihr zwei­jäh­ri­ges Re­fe­ren­da­ri­at ab­sol­viert. Sie un­ter­rich­tet Ma­the­ma­tik und Che­mie am Gym­na­si­um in Alb­stadt-Ebin­gen, Fä­cher, für die Leh­rer drin­gend ge­sucht wer­den. Eden­ho­fer ist le­dig, sie hat kei­ne Kin­der und ist ka­tho­lisch. Sie treibt ger­ne Sport, fährt Ski und macht Lang­lauf. Au­ßer­dem liest sie ger­ne und viel.

„Ich ler­ne ge­ra­de die Kol­le­gen hier in Sig­ma­rin­gen ken­nen. Der­zeit bin ich ja noch voll in Ebin­gen, aber wenn ich frei ha­be kom­me ich nach Sig­ma­rin­gen, um mich schon mal ein biss­chen ein­zu­abei­ten“, sagt Eden­ho­fer, die al­ler­dings schon in Ebin­gen Er­fah­run­gen in der Schul­lei­tung sam­meln konn­te. Eden­ho­fer möch­te in der Schu­le et­was be­we­gen „Ich ha­be da schon viel ge­macht und mich so auf den nächs­ten Schritt in mei­nem Be­rufs­le­ben vor­be­rei­ten kön­nen“, er­läu­tert die Päd­ago­gin, die ganz be­wusst ei­ne Stel­lung als stell­ver­tre­ten­de Schul­lei­te­rin an­ge­strebt hat. „Von die­sen Stel­len gibt es ja nicht so vie­le“, schmun­zelt sie. Sie hat Lehr­gän­ge be­sucht und ent­spre­chen­de Auf­ga­ben in der Schul­lei­tung über­nom­men. Den­noch bleibt dem Stell­ver­tre­ter auch noch Zeit zu un­ter­rich­ten und das ist ihr wich­tig. „Man macht so et­was, weil man auch was be­we­gen möch­te. Im Schul­lei­tungs­team kann man doch mehr ma­chen“, be­tont Eden­ho­fer. Die Schul­lei­tung müs­se be­strebt sein, ver­nünf­ti­ge Lö­sun­gen zu fin­den. „Man kann nicht al­les nur nach un­ten an die Leh­rer wei­ter­ge­ben.

In Ebin­gen will sie ih­re Schü­ler noch bis zum Abitur füh­ren, weil sonst mit dem kurz­fris­ti­gen Wech­sel des Fach­leh­rers für die Schü­ler ein un­an­ge­neh­mer Bruch statt­fin­de. Aus die­sem Grun­de un­ter­rich­tet sie auch noch sie­ben Wo­chen­stun­den in Ebin­gen. In Sig­ma­rin­gen wird sie ab Ja­nu­ar zwölf St­un­den Ma­the­ma­tik un­ter­rich­ten und über­dies ih­re Auf­ga­ben in der Schul­lei­tung wahr­neh­men.

Eden­ho­fer kommt recht­zei­tig, um sich bei zwei Groß­pro­jek­ten ein­zu­brin­gen. Da wä­re zu­nächst mal Sa­nie­rung und Um­bau der Schu­le. Hier ist sie ge­ra­de als Na­tur­wis­sen­schaft­le­rin ge­for­dert, denn die na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Fach­räu­me für Che­mie, Phy­sik und Bio­lo­gie müs­sen um­ge­baut wer­den. „Das al­te Kon­zept der Hör­saal­ar­chi­tek­tur mit den auf­stei­gen­den Sitz­rei­hen ist aus Si­cher­heits­grün­den nicht mehr ak­tu­ell“, er­klärt sie. Wenn et­was pas­sie­ren soll­te kön­nen die Schü­ler durch die en­gen Sitz­rei­hen den Raum nicht schnell ge­nug ver­las­sen.

Eden­ho­fer hat mit den Fach­räu­men be­reits Er­fah­run­gen ge­sam­melt, weil sie bei den Um­bau­ten in Ebin­gen da­bei war und die­se sie jetzt ein­brin­gen kann. In Sig­ma­rin­gen müs­sen al­ler­dings al­le Räu­me auf ein­mal um­ge­baut wer­den. Hier ist der Ablauf noch un­klar, „es gibt noch viel zu tun“. Die Ener­ge­tik muss ver­bes­sert wer­den, die im Volks­mund „Kopf­spal­ter“(we­gen ih­rer bei­l­ar­ti­gen La­mel­len) ge­nann­ten Heiz­kör­per er­setzt und der Brand­schutz ver­bes­sert wer­den.

Ei­ne wei­te­re Groß­ak­ti­on, die es zu stem­men gilt, ist das Schul­ju­bi­lä­um im kom­men­den Jahr. Auch hier lau­fen ers­te Pla­nun­gen. Es wird ein Fest­aus­schuss ge­bil­det, ei­ne Fest­schrift soll er­schei­nen und an ein Schul­fest den­ken die Ver­ant­wort­li­chen auch.

Schließ­lich muss auch noch die zwei­te Eva­lua­ti­on (Be­wer­tung der schu­li­schen Ar­beit) vor­be­rei­tet wer­den. Es gibt für Eden­ho­fer al­so viel zu tun.

FOTO: CHW

In­ge­borg Eden­ho­fer ist die neue stell­ver­tre­ten­de Schul­lei­te­rin am Ho­hen­zol­lern-Gym­na­si­um.

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