Rock, Pop und Come­dy

Der FV Neuf­ra hat für das Wald­sta­di­on-Open-Air im Ju­li pro­mi­nen­te Künst­ler en­ga­giert

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - OBERSCHWABEN UND DONAU - Von Bru­no Jung­wirth

NEUF­RA - Der FV Neuf­ra dreht die­ses Jahr am ganz gro­ßen Ver­an­stal­ter­rad: Die Ver­ant­wort­li­chen des Ver­eins aus dem Ried­lin­ger Teil­ort ha­ben für ihr Open Air im Ju­li bun­des­weit be­kann­te Künst­ler ver­pflich­tet. Come­dy­star Kaya Ya­nar wird ge­nau­so im Wald­sta­di­on auf­tre­ten wie Pop­bar­de Max Gie­sin­ger oder Glas­per­len­spiel. Und Deutschrock­fans kön­nen sich über Kärb­holz und Un­an­tast­bar freu­en.

Von Don­ners­tag bis Sams­tag, 6. bis 8. Ju­li, ist das Open Air in die­sem Jahr ge­plant. Be­reits vor drei Jah­ren hat der FV Neuf­ra mit Volks­mu­sik­star Mar­kus Wol­fahrt und DJ An­toi­ne in der Fes­ti­val­sze­ne deut­li­che Duft­mar­ken ge­setzt. Doch die­ses Jahr wur­de noch ei­ne Schip­pe drauf­ge­legt. Die en­ga­gier­ten Künst­ler sind vom Pro­mi­fak­tor noch et­was hö­her ein­zu­schät­zen. Und: Das Fes­ti­val fin­det nun an drei Ta­gen statt.

Don­ners­tag ist Come­dy­tag mit Kaya Ya­nar, der vor al­lem durch sei­ne Fern­seh­show „Was guckst Du?!“be­kannt wur­de. Ya­nar, Co­me­di­an und Mo­de­ra­tor deutsch-tür­ki­scher Ab­stam­mung, zählt zu den Be­kann­tes­ten sei­ner Zunft in Deutsch­land. Auf der Büh­ne nä­hert sich Ya­nar iro­nisch und au­gen­zwin­kernd an­de­ren Kul­tu­ren, Na­tio­nen und Spra­chen. Und kei­ner bleibt ver­schont. Im Wald­sta­di­on wird er ein „Best of“sei­ner Pro­gram­me spie­len.

Am Frei­tag­abend las­sen es die Deutschro­cker von Kärb­holz und Un­an­tast­bar kra­chen. „Das ist rich­tig gu­ter Punk­rock“, sagt Uwe Do­be­schin­ski von der „Künst­ler­fin­dungs­grup­pe“im Or­ga-Team des Ver­eins. Die Bands spie­len im Sti­le der To­ten Ho­sen oder der Ärz­te. Noch ha­ben sie nicht de­ren Be­kannt­heits­grad, doch der steigt deut­lich an. Un­an­tast­bar, die zwei­te Rock­band des Abends, stammt aus Süd­ti­rol. Au­then­ti­sche, aus dem Le­ben ge­grif­fe­ne Tex­te ge­paart mit Punk­rock-Riffs; un­auf­halt­sam ge­ra­de­aus, im­mer ge­gen den Main­stream. Seit mehr als zwölf Jah­ren sind Un­an­tast­bar un­ter­wegs.

Der Sams­tag­abend ge­hört in Neuf­ra dem Deut­schpop. Mit Max Gie­sin­ger und Glas­per­len­spiel sind zwei der be­kann­tes­ten Acts der deut­schen Sze­ne in Neuf­ra zu Gast. 2016 kann auch als das Jahr des Max Gie­sin­ger be­zeich­net wer­den. Ganz sei­nem Al­bum­ti­tel ent­spre­chend er­ober­te „Der Jun­ge, der rennt“die deut­sche Mu­sik­land­schaft. „80 Mil­lio­nen“, die ers­te Sing­le aus sei­nem ak­tu­el­len Al­bum, bei vie­len auch be­kannt als der Song der EM 2016, klet­ter­te bis auf Platz zwei der deut­schen Sing­le-Charts. Auch das Elek­tro­popDuo Glas­per­len­spiel ge­hört zu den er­folg­reichs­ten Bands in Deutsch­land: Ihr im­mer noch ak­tu­el­ler Hit „Gei­les Le­ben“hält sich seit mehr als ei­nem Jahr un­un­ter­bro­chen in den deut­schen Sing­le-Charts.

Al­le zwei Jah­re, so das Ziel, soll in Neuf­ra das Wald­sta­di­on-Open-Air über die Büh­ne ge­hen. Der FV Neuf­ra will das Fes­ti­val dau­er­haft in den Fes­ti­val-Ka­len­dern ver­an­kern. An­ge­bot bringt fi­nan­zi­el­les Ri­si­ko mit sich Das bringt auch ein fi­nan­zi­el­les Ri­si­ko mit sich. Doch es ge­he auch dar­um, in der Re­gi­on et­was At­trak­ti­ves zu bie­ten.

FOTOS: AGEN­TU­REN/VER­AN­STAL­TER

Gro­ße Na­men sind in Neuf­ra zu Gast: Kaya Ya­nar (links) und das Duo Glas­per­len­spiel.

Sor­gen für ro­cki­ge Klän­ge im Wald­sta­di­on: Kärb­holz.

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