Marek Fis möch­te Auf­tritt in Ravensburg wie­der­ho­len

Pol­ni­scher Co­me­di­an wür­de sich nach Zu­sam­men­bruch und Sucht­ge­ständ­nis ger­ne bei den Fans ent­schul­di­gen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - OBERSCHWABEN UND DONAU -

RAVENSBURG (rok) - In Ravensburg er­leb­te der aus Po­len stam­men­de Co­me­di­an Marek Fis den „Tief­punkt sei­nes Le­bens“. Ein Auf­tritt ge­riet zur Ka­ta­stro­phe. Jetzt kehr­te der 32Jäh­ri­ge zu­rück an den Ort sei­nes Zu­sam­men­bruchs.

Es ist der 22. Sep­tem­ber: Im Ra­vens­bur­ger Schwör­saal tritt der Ko­mi­ker Marek Fis auf, der viel im deutsch­spra­chi­gen Raum un­ter­wegs ist. Der Auf­tritt des Po­len wird zum De­sas­ter: Fis stot­tert, kommt nicht in sein Pro­gramm, scheint völ­lig fer­tig zu sein. Nach rund 15 Mi­nu­ten wird der Auf­tritt ab­ge­bro­chen. Der Ge­schäfts­füh­rer der Ober­schwa­ben­hal­len Gm­bH, Wil­li Schaugg, ge­lei­tet Fis von der Büh­ne.

Ei­nen Tag nach dem De­sas­ter er­läu­tert Fis in ei­nem Vi­deo im so­zia­len Netz­werk Face­book un­ter Trä­nen: „Ich bin am En­de.“Er beich­tet sei­ne Al­ko­hol­sucht, dass sei­ne Ehe ge­schei­tert ist, dass er sei­nen Sohn kaum se­hen kann. Fis weist sich selbst in ei­ne Ent­zugs­kli­nik ein.

Am Mitt­woch­abend ist Marek Fis in der Sen­dung „Stern TV“zu Gast ge­we­sen. Die Re­dak­teu­re des Ma­ga­zins ha­ben ihn bei sei­nem Kampf ge­gen die Al­ko­hol­sucht und für ein bes­se­res Le­ben be­glei­tet. Zu­sam­men be­such­ten sie den Ra­vens­bur­ger Schwör­saal. „Es tut mir so leid, dass die Leu­te so ei­ne Ka­ta­stro­phe mit­an­se­hen muss­ten. Ich wür­de ger­ne noch­mal hier­her­kom­men und mich mit ei­ner Show da­für ent­schul­di­gen, weil mich das im­mer noch ver­folgt“, sagt er.

Kraft ge­ge­ben ha­ben ihm die Ge­dan­ken an sei­nen Sohn und die po­si­ti­ven Re­ak­tio­nen auf sei­ne Al­ko­hol­beich­te. „Oh­ne die­se Re­ak­tio­nen wür­de ich jetzt nicht hier sit­zen, son­dern an der Fla­sche hän­gen“, sagt Marek Fis.

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