Kla­gen ge­gen Ökostrom-Re­form ab­ge­wie­sen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

KARLS­RU­HE (dpa) - Meh­re­re Be­trei­ber von Bio­gas-An­la­gen sind mit Ver­fas­sungs­be­schwer­den ge­gen die Ökostrom-Re­form von 2014 ge­schei­tert. Die be­an­stan­de­ten Neu­re­ge­lun­gen ver­letz­ten die­se nicht in ih­rem ver­fas­sungs­recht­lich ge­schütz­ten Ver­trau­en, teil­te das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt am Di­ens­tag mit. Die Karls­ru­her Rich­ter nah­men die Be­schwer­den des­halb nicht zur Ent­schei­dung an.

Über das Er­neu­er­ba­re-Ener­gi­enGe­setz (EEG) wird die kli­ma­freund­li­che Strom­er­zeu­gung aus Son­ne, Wind, Was­ser und Bio­gas ge­för­dert. Das trieb aber den Strom­preis stark in die Hö­he. Die Re­form 2014 soll­te dem ent­ge­gen­wir­ken. Un­ter an­de­rem wur­de die Strom­men­ge, für die Be­trei­ber von Bio­gas-An­la­gen den vol­len Ver­gü­tungs­an­spruch gel­tend ma­chen kön­nen, ge­de­ckelt. Weil für die An­la­gen im­mer mehr Mais an­ge­baut wur­de, steu­er­te der Ge­setz­ge­ber auch hier um. Ein Bo­nus wird seit­her nur noch für be­stimm­te Bio­mas­se-Stof­fe ge­währt.

Da­ge­gen hat­ten die Be­trei­ber ge­klagt. Denn ur­sprüng­lich war die vol­le Ver­gü­tung auf 20 Jah­re ver­spro­chen. Nach Auf­fas­sung der Rich­ter schaf­fen sol­che Zu­sa­gen zwar ei­ne be­son­de­re Ver­trau­ens­grund­la­ge für In­ves­ti­tio­nen. Das schlie­ße aber „nicht jeg­li­che Rand­kor­rek­tur“aus, hieß es wei­ter. Wich­tig ist dem­nach, dass dar­an ein be­rech­tig­tes öf­fent­li­ches In­ter­es­se be­steht und die Ga­ran­tie im Kern un­be­rührt bleibt. Die­se Gren­zen sei­en nicht ver­letzt.

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