Bei Wer­ten darf es Spiel­raum ge­ben

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - FAMILIE -

HAM­BURG (dpa) - Im Fa­mi­li­en­all­tag pral­len Wunsch und Wirk­lich­keit oft un­sanft auf­ein­an­der. Ein El­tern­teil plant die Din­ge bei­spiels­wei­se ger­ne im Vor­aus, wäh­rend der Rest der Fa­mi­lie lie­ber spon­tan ist. Da­mit sich Kon­flik­te dar­über nicht stän­dig wie­der­ho­len, sind Aus­weich­mög­lich­kei­ten wich­tig: „Ge­ben Sie die­sem Teil Ih­rer Per­sön­lich­keit an an­de­rer Stel­le Fut­ter“, rät Fa­mi­li­en­the­ra­peu­tin Brit­ta Beck in der Zeit­schrift „Emo­ti­on“(Aus­ga­be Ja­nu­ar 2017). Im kon­kre­ten Fall kann das hei­ßen: Sonn­tags le­ben al­le in den Tag hin­ein, der Sams­tag­abend darf da­für aber ge­nau ge­plant wer­den.

Oft bringt man Wer­te wie „Al­les muss ge­plant sein“oder ge­mein­sa­me Mahl­zei­ten aus der Her­kunfts­fa­mi­lie mit, oh­ne sie zu hin­ter­fra­gen. „Das ist aber wich­tig, da­mit dar­aus et­was Ei­ge­nes ent­ste­hen kann“, sagt Beck. Über­le­gun­gen wie „War­um ist mir das so wich­tig?“oder „Was pas­siert, wenn es nicht klappt?“kön­nen da­bei hel­fen.

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