Ih­re Hil­fe kommt an!

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ERSTE SEITE -

Vor zwei Jah­ren muss­te die heu­te sechs­jäh­ri­ge Ma­ram Jar­do mit ih­ren El­tern vor dem IS flie­hen – zwei Jah­re lang trug ihr Va­ter sie durchs Flücht­lings­camp. Denn Ma­ram ist quer­schnitts­ge­lähmt, ei­ne me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung konn­te sich ih­re Fa­mi­lie aber nicht leis­ten. Dank der Weih­nachts­ak­ti­on der „Schwä­bi­schen Zei­tung“wur­de jetzt ge­hol­fen : Mit Spen­den­gel­dern wur­de ein Roll­stuhl ge­kauft und jetzt im nord­ira­ki­schen Camp Mam Ras­han an Ma­ram und ih­ren Va­ter (Fo­to: PR) über­ge­ben. Wie sonst noch ge­hol­fen wird, le­sen Sie auf SEI­TE 3

AA­LEN (an) - In der Diö­ze­se Mas­a­ka im ost­afri­ka­ni­schen Ugan­da le­ben über 40 000 Aids­wai­sen. Sol­chen und an­de­ren Kin­dern ei­ne Zu­kunft zu ge­ben, das ist das Ziel des Freun­des­krei­ses Ugan­da mit Sitz in Aa­len.

Dank der Ver­ei­ni­gung kön­nen in Mas­a­ka zwei Wai­sen­häu­ser un­ter­hal­ten wer­den. Doch das Mo­therHou­se, das Kern­pro­jekt des Freun­des­krei­ses Ugan­da, muss­te teil­wei­se neu auf­ge­baut wer­den. Um das zu fi­nan­zie­ren, be­nö­tigt die Or­ga­ni­sa­ti­on nach wie vor Spen­den.

Die Ver­ei­ni­gung ent­stand vor fast 50 Jah­ren durch per­sön­li­chen Kon­takt: An­ne Na­mud­du aus Ugan­da stu­dier­te So­zi­al­ar­beit in Frei­burg. Da­nach mach­te sie ein Prak­ti­kum bei der Ca­ri­tas in Aa­len. „Da­bei lern­te sie auch mei­nen Va­ter ken­nen“, be­rich­tet Flo­ri­an Heu­sel.

Um zu­sam­men mit Na­mud­du Kin­dern in Mas­a­ka zu hel­fen, grün­de­te er 1968 den Freun­des­kreis. Heu­te un­ter­stützt der Freun­des­kreis Ugan­da vor al­lem drei Pro­jek­te: das Über­gangs­wai­sen­haus, das Mo­therHou­se und die Schul­geld­pa­ten­schaf­ten. Im Über­gangs­wai­sen­haus in Mas­a­ka le­ben heu­te et­wa 80 Mäd­chen zwi­schen 14 und 19 Jah­ren. Sie be­su­chen die Schu­le und er­hal­ten au­ßer­dem ei­ne Aus­bil­dung zur Haus­wirt­schafts­ge­hil­fin.

Das Wai­sen­haus wur­de 1995 vom Deut­schen Ca­ri­tas­ver­band er­baut. Im Mo­ther-Hou­se le­ben 35 Aids­wai­sen zwi­schen fünf und 25 Jah­ren. Le­bens­un­ter­halt, Schul­be­such, Aus­bil­dung und Stu­di­um für sie wird aus­schließ­lich über Spen­den­gel­der fi­nan­ziert.

FO­TO: AN

Mut­ter und Kind freu­en sich über die Hil­fe von der Ost­alb.

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