Front­män­ner un­ter Druck

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN - Von Kat­ja Korf

Weih­nachts­frie­den hat Tho­mas Strobl (CDU) mit den Grü­nen aus­ge­macht. Ob der hält, hängt von ihm eben­so ab wie vom Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Win­fried Kret­sch­mann (Grü­ne). Doch die Front­män­ner hat­ten 2016 so ih­re Pro­ble­me: Die Ne­ben­ab­re­den, der Tausch von Be­am­ten nach Par­tei­buch, der Stel­len­auf­bau in sei­ner Staats­kanz­lei: Das pass­te nicht zum Kret­sch­mann-Mot­to „Re­gie­ren ist ei­ne Stil­fra­ge“. Der Grü­ne stößt mitt­ler­wei­le auf Un­mut in den ei­ge­nen Rei­hen, nicht nur im Bund, son­dern so­gar im Süd­wes­ten.

Kret­sch­manns Stell­ver­tre­ter Strobl hat ein Füh­rungs­pro­blem: Es gibt zu vie­le Macht­zen­tren in der Uni­on. Der In­nen­mi­nis­ter und CDU-Bun­des­vi­ze agiert nicht im­mer sou­ve­rän: Bei der ge­plan­ten Ab­schie­bung ei­nes zum Chris­ten­tum kon­ver­tier­ten Af­gha­nen mach­te er ei­ne schlech­te Fi­gur. Er ging nicht of­fen­siv mit dem Fall um – so ent­stand der Ein­druck, er sei vor den Grü­nen ein­ge­knickt.

2017 braucht es star­ke Spit­zen, die trotz Wahl­kampf im Bund den La­den im Land zu­sam­men­hal­ten. Sonst ist er rasch hin, der Ko­ali­ti­ons­frie­den. k.korf@schwa­ebi­sche.de

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