Die trau­ri­gen Kin­der von Åland

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - FERNSEHEN & FREIZEIT - Von Bar­ba­ra Mil­ler

Bluts­ban­de (1-4), Do., Ar­te, 20.15 Uhr: Die schwe­di­sche Serie über die Fa­mi­li­en­ge­schich­te der Wal­de­mars zieht die Zu­schau­er seit der Erst­aus­strah­lung in ih­ren Bann. Im Fe­bru­ar soll die zwei­te Staf­fel, eben­falls auf Ar­te, aus­ge­strahlt wer­den. Zur Ein­stim­mung wie­der­holt der Sen­der noch ein­mal al­le zehn Fol­gen in der Re­gie von Hen­rik Jans­son-Schwei­zer. Und wie­der stellt sich der ty­pi­sche Se­ri­en­sog ein, wenn man Os­kar (Jo­el Spi­ra), Jon­ne (Ali­et­te Op­heim) und Las­se (Björn Beng­ts­son ) zu­sieht, wie sie nach dem rich­ti­gen Le­ben im fal­schen su­chen.

Die Ge­schich­te be­ginnt mit dem fa­ta­len Ver­mächt­nis ih­rer Mut­ter An­na-Li­sa (Sti­na Ek­blad). Die hat ih­re drei Kin­der in ihr Fe­ri­en­ho­tel auf der In­sel Åland ein­ge­la­den. Sie ha­ben sich vie­le Jah­re nicht gesehen – und auch nicht mehr viel mit­ein­an­der zu tun. Für je­des ih­rer Kin­der hat sich An­na-Li­sa ei­nen Satz zu­recht­ge­legt: „Es ist Zeit zu ver­ge­ben“, rät sie Os­kar. „Du bist nicht ich“, herrscht sie die Toch­ter an. „Du musst dich um sie küm­mern“, trägt sie Las­se auf – und ver­schwin­det. Ziem­lich rät­sel­haft, das. Und noch rät­sel­haf­ter wird die Si­tua­ti­on nach An­na-Li­sas Sui­zid: Ih­re drei Kin­der sol­len das Fe­ri­en­ho­tel nur er­ben, wenn sie ei­nen Som­mer lang ge­mein­sam auf der In­sel ge­lebt ha­ben. Und bald ho­len sie die dunk­len Schat­ten der Ver­gan­gen­heit ein. Schwe­den­idyl­le à la As­trid Lind­gren ist das nicht, eher Tra­gö­die à la Ing­mar Berg­man.

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