Be­cken­bau­er: „Nicht be­sto­chen“

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT -

BERLIN (dpa) - Franz Be­cken­bau­er hat sich nach lan­gem Schwei­gen wie­der öf­fent­lich zu Wort ge­mel­det. In sei­ner nach ei­ge­nen An­ga­ben letz­ten Ko­lum­ne für die „Bild“-Zei­tung wies der 71-Jäh­ri­ge er­neut al­le Vor­wür­fe ge­gen ihn und an­de­re im Zu­sam­men­hang mit der Ver­ga­be der Fuß­bal­lWM 2006 zu­rück. „Die Ver­ga­be der WM nach Deutsch­land war nach mei­nem bes­ten Wissen und Ge­wis­sen nicht ge­kauft. Wir woll­ten nie­man­den be­ste­chen und wir ha­ben nie­man­den be­sto­chen“, schrieb er.

Be­cken­bau­er ist als da­ma­li­ger Chef des Or­ga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tees der WM 2006 ei­ne der zen­tra­len Fi­gu­ren in der Af­fä­re. Er kön­ne sich nicht aus­führ­li­cher öf­fent­lich äu­ßern, „be­vor nicht die deut­schen und Schwei­zer Be­hör­den, mit de­nen ich im Üb­ri­gen na­tür­lich ko­ope­rie­re, ih­re Un­ter­su­chun­gen be­en­det ha­ben“, be­grün­de­te er sei­ne spär­li­chen State­ments. „Das ge­bie­tet schon der Re­spekt vor den Be­hör­den.“

In der Schweiz wird ge­gen ihn, die Ex-DFB-Prä­si­den­ten Theo Zwan­zi­ger und Wolf­gang Niers­bach so­wie den Ex- DFB-Ge­ne­ral­se­kre­tär Horst R. Schmidt we­gen des Ver­dachts des Be­trugs, der un­ge­treu­en Ge­schäfts­be­sor­gung, der Geld­wä­sche­rei so­wie der Ver­un­treu­ung er­mit­telt. Aus­gangs­punkt der Un­ter­su­chun­gen ist die Zah­lung des Deut­schen Fuß­bal­lBunds von 6,7 Mil­lio­nen Eu­ro an den da­ma­li­gen Adi­das-Chef Ro­bert LouisD­rey­fus vor der WM 2006.

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