L’Tur-Grün­der ver­kauft voll­stän­dig an Tui

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

BA­DEN-BA­DEN (dpa) - Der Tou­ris­mus­kon­zern Tui über­nimmt den Last-Mi­nu­te-An­bie­ter L’Tur kom­plett. L’Tur-Grün­der Karl­heinz Kö­gel ge­be sei­nen An­teil von 20 Pro­zent ab, wie der Grün­der des Rei­se­an­bie­ters mit Sitz in Ba­den-Ba­den am Don­ners­tag mit­teil­te. TUI war 1998 ein­ge­stie­gen, hat­te schon 2008 sei­ne An­tei­le auf 70 Pro­zent er­höht und in den ver­gan­ge­nen Jah­ren suk­zes­si­ve zu­ge­kauft. Schon da­mals hieß es, Kö­gel wol­le sich nach und nach aus dem ope­ra­ti­ven Ge­schäft zu­rück­zie­hen. Der Grün­der saß al­ler­dings im­mer noch an der Spit­ze des Auf­sichts­rats.

Gut 30 Jah­re nach der Grün­dung von L’Tur zieht sich der 70-Jäh­ri­ge nun voll­stän­dig zu­rück und legt den Auf­sichts­rats­vor­sitz nie­der. Zum Kauf­preis der rest­li­chen An­tei­le woll­te sich ein Tui-Spre­cher nicht

Te­le­kom-Pro­zess kommt noch ein­mal vor Ge­richt

KARLS­RU­HE (dpa) - Der An­le­ger­schutz­pro­zess ge­gen die Deut­sche Te­le­kom muss wie er­war­tet ein zwei­tes Mal vor dem Bun­des­ge­richts­hof in Karls­ru­he ver­han­delt wer­den. Klä­ger­an­walt Andre­as Tilp hat nach ei­ge­nen An­ga­ben Re­vi­si­on ge­gen den am 30. No­vem­ber 2016 er­gan­ge­nen Mus­ter­ent­scheid des Ober­lan­des­ge­richts Frank­furt ein­ge­legt. Die Frank­fur­ter Rich­ter hat­ten an­hand ei­ner Mus­ter­kla­ge zwar grund­sätz­lich ent­schie­den, dass die Te­le­kom für schwer­wie­gen­de Feh­ler im Ver­kaufs­pro­spekt zum so­ge­nann­ten drit­ten Bör­sen­gang im Jahr 2000 ver­ant­wort­lich ist. Al­ler­dings las­se sich nur im in­di­vi­du­el­len Ein­zel­fall klä­ren, ob die je­wei­li­gen An­le­ger den Pro­spekt über­haupt als Grund­la­ge für ih­re Kauf­ent­schei­dung be­nutzt ha­ben. Hin­ter dem Mus­ter­ver­fah­ren ste­hen rund 16 000 kla­gen­de Klein­ak­tio­nä­re. äu­ßern. Kö­gel wol­le sich künf­tig voll auf sei­ne vor fünf Jah­ren ge­grün­de­te Un­ter­neh­mens­grup­pe HLX Tou­ris­tik kon­zen­trie­ren, zu der auch das On­li­ne-Por­tal Ho­li­days.ch ge­hört. Nach Luft­han­sa, Swiss und Air Ber­lin wür­den dem­nächst wei­te­re Flug­ge­sell­schaf­ten ko­ope­rie­ren. Auch an­de­re Tou­ris­ti­kUn­ter­neh­men plan­ten ei­ne Zu­sam­men­ar­beit. Kö­gel hat­te L’Tur 1987 ge­grün­det und bis En­de Au­gust 2008 als Vor­stands­vor­sit­zen­der ge­führt, da­nach wech­sel­te der ge­bür­ti­ge Ba­de­ner an die Spit­ze des Auf­sichts­ra­tes. In die­sem Som­mer hat­te be­reits der Tui-Ma­na­ger Marek An­drys­z­ak die Füh­rung von L’Tur über­nom­men. Zu­letzt mach­te L’Tur im Ge­schäfts­jahr 2014/15 mit 700 000 Gäs­ten ei­nen Um­satz in Hö­he von 451 Mil­lio­nen Eu­ro.

Ikea zahlt nach To­des­fäl­len 50 Mil­lio­nen Dol­lar

WASHINGTON (AFP) - Nach­dem ih­re Kin­der durch um­kip­pen­de Ikea-Kom­mo­den ge­tö­tet wur­den, er­hal­ten drei Fa­mi­li­en in den USA Mil­lio­nen­ent­schä­di­gun­gen von dem Mö­bel­rie­sen. Der schwe­di­sche Kon­zern ha­be in ei­nen Ver­gleich ein­ge­wil­ligt, der sich auf ins­ge­samt 50 Mil­lio­nen Dol­lar (48 Mil­lio­nen Eu­ro) be­lau­fe, teil­ten die An­wäl­te der Fa­mi­li­en am Don­ners­tag mit. Ikea be­stä­tig­te, dass ein Ver­gleich ge­schlos­sen wur­de, lehn­te aber ei­ne Stel­lung­nah­me ab, da die Ver­ein­ba­rung noch ge­richt­lich ab­ge­seg­net wer­den müs­se. Die drei Fa­mi­li­en hat­ten je­weils ein Kind im Al­ter von zwei Jah­ren ver­lo­ren. Ne­ben der Ent­schä­di­gungs­zah­lung für die Hin­ter­blie­be­nen sieht der Ver­gleich den An­wäl­ten zu­fol­ge auch vor, dass Ikea 100 000 Dol­lar an Kin­der­kran­ken­häu­ser und wei­te­re 100 000 an ei­ne US-Kin­der­stif­tung zahlt.

Karl­heinz Kö­gel

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