Prevent-Kla­ge ge­gen Daim­ler läuft wei­ter

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

STUTT­GART (dpa/sz) - Der Streit zwi­schen Daim­ler und dem Zu­lie­fe­rer Prevent wan­dert an das Land­ge­richt Stutt­gart. Das Land­ge­richt Braun­schweig ver­wies ges­tern die Scha­den­er­satz­kla­ge an das Ge­richt im Süd­wes­ten. Der Lie­fe­rant von Sitz­be­zü­gen will vor Ge­richt knapp 42 Mil­lio­nen Eu­ro Scha­den­er­satz er­strei­ten. Zu­vor hat­te die Han­dels­kam­mer in Braun­schweig die Kla­ge von Prevent zur Zi­vil­kam­mer wei­ter­ge­reicht.

Der Zu­lie­fe­rer klagt in Nie­der­sach­sen, weil er selbst sei­nen Sitz in Wolfs­burg hat. Daim­ler hat­te das im Ver­fah­ren kri­ti­siert. Der Au­to­her­stel­ler hält die Kla­ge oh­ne­hin für un­be­grün­det. Am Land­ge­richt Stutt­gart war die Prevent Dev Gm­bH 2014 schon mit ei­ner einst­wei­li­gen Ver­fü­gung ge­schei­tert. Die Ver­fü­gung wur­de ge­kippt, auch die Be­ru­fung am Ober­lan­des­ge­richt blieb oh­ne Er­folg.

Hin­ter­grund der Kla­ge ist: Prevent sieht dem Ge­richt zu­fol­ge Ver­trä­ge von Daim­ler als nicht er­füllt und nicht wirk­sam be­en­det an. Im Jah­res­ab­schluss des Un­ter­neh­mens ist die Re­de von 2013

Lo­cke­rung von Spar­auf­la­gen für At­hen wird teu­er

BER­LIN (dpa) - Ei­ne Lo­cke­rung der Spar­auf­la­gen für Grie­chen­land könn­te Deutsch­land und an­de­re eu­ro­päi­sche Ge­ber­län­der nach An­ga­ben aus dem Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um teu­er zu ste­hen kom­men. Wür­de Grie­chen­land in den kom­men­den Jah­ren statt ei­nes Pri­mär­über­schus­ses von 3,5 Pro­zent der Wirt­schafts­leis­tung nur je 1,5 Pro­zent er­wirt­schaf­ten, stie­ge der Fi­nan­zie­rungs­be­darf des Lan­des nach An­ga­ben des Ma­ga­zins „Der Spie­gel“auf mitt­le­re Sicht um rund 100 Mil­li­ar­den Eu­ro. Dar­auf ha­be der Par­la­men­ta­ri­sche Fi­nanz­staats­se­kre­tär Jens Spahn (CDU) im Haus­halts­saus­schuss des Bun­des­ta­ges ver­wie­sen, wie am Don­ners­tag in Ko­ali­ti­ons­krei­sen in Ber­lin be­stä­tigt wur­de. Den Mehr­be­darf müss­ten die Geld­ge­ber tra­gen. „Das kä­me in die Nä­he ei­nes neu­en Hilfs­pro­gramms“, ha­be Spahn ge­sagt. Der Pri­mär­über­schuss be­schreibt das Plus in den öf­fent­li­chen Kas­sen vor Ab­zug des Schul­den­diens­tes.

Bau­ge­wer­be mit höchs­tem Ok­to­ber-Um­satz seit 1999

WIESBADEN (dpa) - Mi­ni­zin­sen und Im­mo­bi­li­en­boom ha­ben dem Bau­ge­wer­be in Deutsch­land den bes­ten Ok­to­ber seit mehr als fünf­zehn Jah­ren be­schert. Mit rund 6,8 Mil­li­ar­den Eu­ro Um­satz ver­buch­te die Bran­che ein Plus von 0,3 Pro­zent zum Vor­jah­res­mo­nat und den höchs­ten Wert in ei­nem Ok­to­ber seit 1999 (7,6 Mil­li­ar­den Eu­ro). Und die Auf­trags­bü­cher der Be­trie­be mit min­des­tens 20 Be­schäf­tig­ten sind wei­ter­hin gut ge­füllt, wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt am Don­ners­tag mit­teil­te: Von Sep­tem­ber auf Ok­to­ber 2016 er­höh­te sich der Auf­trags­ein­gang um 10,1 Pro­zent, im Ver­gleich zum Ok­to­ber 2015 er­gab sich gar ein Plus von 21,6 Pro­zent.

Un­ter­neh­men su­chen wei­te­re Mit­ar­bei­ter

MÜN­CHEN (dpa) - Die deut­sche Wirtschaft will noch mehr Mit­ar­bei­ter ein­stel­len. Das Ifo-Be­schäf­ti­gungs­ba­ro­me­ter stieg im De­zem­ber um 0,7 Punk­te auf den his­to­ri­schen Re­kord­wert von 111,8 Punk­ten, wie das In­sti­tut für Wirt­schafts­for­schung am Don­ners­tag in Mün­chen mit­teil­te. „Die Zahl der Ar­beits­plät­ze steigt so­mit un­ver­min­dert an. Ein En­de des Be­schäf­ti­gungs­booms ist nicht ab­zu­se­hen.“Vor al­lem Di­enst­leis­ter und Bau­fir­men such­ten mehr Mit­ar­bei­ter, in In­dus­trie und Han­del sei die Dy­na­mik et­was ver­hal­te­ner. Im No­vem­ber war die Ar­beits­lo­sig­keit auf den nied­rigs­ten Stand seit dem Jahr 1991 zu­rück­ge­gan­gen. Für das kom­men­de Jahr er­war­tet das Ifo-In­sti­tut ei­ne Ar­beits­lo­sen­quo­te von un­ver­än­dert 6,1 Pro­zent und ei­nen An­stieg der Er­werbs­tä­ti­gen von 43,5 auf 43,8 Mil­lio­nen. ge­kün­dig­ten Auf­trä­gen und ei­nem „Ab­zug des Lie­fer­um­fan­ges“der Daim­ler AG im Jahr 2014.

Bei Volks­wa­gen hat­te ein Lie­fer­stopp von Prevent im Au­gust gro­ße Tei­le der Pro­duk­ti­on emp­find­lich durch­ein­an­der ge­wir­belt. Hin­ter Prevent steht die bos­ni­sche Un­ter­neh­mer­fa­mi­lie Has­tor, die über die Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft Tahoe beim Pful­len­dor­fer Kü­chen­her­stel­ler Al­no ein­ge­stie­gen ist und nun gut 40 Pro­zent der An­tei­le hält.

Staat­li­che Flug­li­nie Iran Air kauft 100 Air­bus-Ma­schi­nen

PARIS (dpa) - Die staat­li­che Flug­ge­sell­schaft Iran Air hat beim eu­ro­päi­schen Flug­zeug­bau­er Air­bus 100 Ma­schi­nen be­stellt. Der Chef der Iran Air, Far­had Par­waresch, und Air­bus-Ver­kehrs­flug­zeug-Chef Fa­b­ri­ce Bre­gier un­ter­schrie­ben da­zu ei­nen Ver­trag, be­rich­te­te das Un­ter­neh­men am Don­ners­tag. Der De­al wur­de seit Län­ge­rem vor­be­rei­tet und hat nach frü­he­ren An­ga­ben aus Te­he­ran ei­nen Wert von rund 10 Mil­li­ar­den Dol­lar (um­ge­rech­net 9,5 Mil­li­ar­den Eu­ro). Iran Air be­stell­te dem­nach 46 Ma­schi­nen vom Typ 320 Fa­mi­ly, 38 Ma­schi­nen vom Typ A330 und 16 Ma­schi­nen vom Typ A350 XWB. Te­he­ran hat­te be­reits An­fang des Mo­nats mit dem Air­bus-Ri­va­len Bo­eing ei­nen 15,7 Mil­li­ar­den Eu­ro schwe­ren Ver­trag zum Kauf von 80 Ma­schi­nen un­ter­zeich­net.

Werk­statt­ket­te ATU hat ei­nen neu­en Ei­gen­tü­mer

WEIDEN (dpa) - Die an­ge­schla­ge­ne Au­to­werk­statt­ket­te ATU mit rund 10 000 Be­schäf­tig­ten hat ei­nen neu­en Ei­gen­tü­mer. Recht­zei­tig vor Weih­nach­ten sei der Schul­ter­schluss mit dem fran­zö­si­schen Kon­zern Mo­bi­via un­ter Dach und Fach, teil­te der Vor­sit­zen­de der ATU-Ge­schäfts­füh­rung, Jörn Wer­ner, am Don­ners­tag im ober­pfäl­zi­schen Weiden mit. „Wir ha­ben nun ei­nen lang­fris­tig den­ken­den, stra­te­gi­schen Part­ner aus un­se­rer Bran­che, der uns hel­fen wird, die Neu­aus­rich­tung von ATU zu be­schleu­ni­gen.“Vor zwei Wo­chen war ein mo­na­te­lan­ger Po­ker um die Miet­prei­se für rund die Hälf­te der et­wa 600 Fi­lia­len bei­ge­legt wor­den. Erst we­ni­ge St­un­den vor Ablauf ei­ner Frist hat­ten sich die Be­tei­lig­ten ge­ei­nigt. An­sons­ten hät­te die In­sol­venz ge­droht. Der Kauf­preis wur­de nicht ge­nannt.

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ATU-Wer­be­ta­fel: Ge­ret­tet, im letz­ten Mo­ment.

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Prevent-Lo­go am Haupt­sitz: Der Zu­lie­fe­rer sieht sich von Daim­ler hin­ter­gan­gen.

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