Tier­schutz­bund gibt Tipps für stress­frei­es Weih­nach­ten mit Tie­ren

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - TIERE -

BONN (epd) - Der Deut­sche Tier­schutz­bund hat Tier­hal­ter da­zu auf­ge­ru­fen, Haus­tie­re mög­lichst vom Weih­nacht­stru­bel fern­zu­hal­ten. Wenn wäh­rend der Fei­er­ta­ge viel Be­such er­war­tet wer­de, soll­ten Tie­re im­mer die Mög­lich­keit ha­ben sich zu­rück­zu­zie­hen, er­klär­te die Or­ga­ni­sa­ti­on in Bonn. Wäh­rend vie­le Hun­de es eher ge­nie­ßen, mit da­bei zu sein, ha­ben Kat­zen meist lie­ber ih­re Ru­he, wie es hieß. Klei­ne Heim­tie­re soll­ten in ei­nem ru­hi­gen Zim­mer un­ter­ge­bracht wer­den, da sie sehr stres­s­emp­find­lich sind.

Ker­zen, Christ­baum­schmuck, weih­nacht­li­che Pflan­zen und un­ge­sun­de Le­cke­rei­en von der Fest­ta­fel kön­nen ein Ri­si­ko für die tie­ri­schen Mit­be­woh­ner dar­stel­len, wie der Tier­schutz­bund wei­ter be­ton­te. So soll­ten ge­würz­te Spei­sen und Ge­bäck­tel­ler au­ßer Reich­wei­te der

Haus­tie­re wäh­rend des Fell­wech­sels täg­lich bürs­ten

STUTT­GART (dpa) - Wäh­rend Hund oder Kat­ze das Win­ter­fell be­kom­men, soll­ten Hal­ter ihr Tier täg­lich bürs­ten. Et­wa sechs bis acht Wo­chen dau­ert der Fell­wech­sel in der Re­gel, er­klärt die Tier­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on Pe­ta. Ge­bürs­tet wird in Wuchs­rich­tung, vom Kopf in Rich­tung Kör­per. Bei be­son­ders dich­tem Fell he­ben Hal­ter am bes­ten das Deck­haar an und bürs­ten zu­nächst nur die Un­ter­wol­le und da­nach das ge­sam­te Fell. Ob spe­zi­el­le Hand­schu­he zur Fell­pfle­ge, Käm­me oder Bürs­ten – wich­tig sind ab­ge­run­de­te Zin­ken oder Bors­ten.

Je­der Drit­te be­schenkt sein Tier zu Weih­nach­ten

BER­LIN (dpa) - Hund und Kat­ze sol­len nicht leer aus­ge­hen: Je­der drit­te Tier­hal­ter (33 Pro­zent) möch­te sei­nem Vier­bei­ner et­was zu Weih­nach­ten schen­ken. Das ist das Er­geb­nis ei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven For­sa-Um­fra­ge. Be­son­de­re Le­cker­bis­sen sind da­bei am be­lieb­tes­ten (26 Pro­zent). An zwei­ter Stel­le kommt Spiel­zeug (17 Pro­zent), mit et­was Ab­stand fol­gen Ge­schen­ke zum Ku­scheln wie ei­ne De­cke oder ein Kis­sen (4 Pro­zent). Nur sehr sel­ten er­war­ten die Tie­re Pfle­ge­pro­duk­te oder Klei­dung un­ter dem Baum (1 Pro­zent). Im Auf­trag des In­dus­trie­ver­bands Heim­tier­be­darf wur­den 500 Haus­tier­hal­ter ab 14 Jah­ren zwi­schen dem 28. Ok­to­ber und dem 4. No­vem­ber 2016 be­fragt.

Vo­gel­füt­te­rung im Win­ter nicht un­ter­bre­chen

WIESBADEN (dpa) - Wer im Win­ter Vö­gel füt­tern möch­te, soll­te nicht zwi­schen­durch ei­ne Pau­se ein­le­gen. Denn die Tie­re ge­wöh­nen sich schnell an be­stimm­te Fut­ter­plät­ze, die man des­halb am bes­ten im­mer wie­der be­stückt, er­läu­tert der Zen­tral­ver­band Zoo­lo­gi­scher Fach­be­trie­be. Wich­tig ist auch, dass Vö­gel bei Käl­te ge­nug Flüs­sig­keit zu sich neh­men. Als Trän­ke eig­net sich et­wa ein sau­be­rer Blu­men­topf­un­ter­set­zer oder ei­ne nicht zu ho­he Scha­le. Au­ßer­dem muss dar­auf ge­ach­tet wer­den, dass sich auf dem Was­ser kei­ne Eis­schicht bil­det. Tie­re ste­hen. Scho­ko­la­de kann so­gar ge­fähr­lich wer­den: Der dar­in ent­hal­te­ne Stoff Theobro­min ist ab ei­ner be­stimm­ten Do­sis gif­tig und kann Durch­fall und Er­bre­chen aus­lö­sen, warnt Tier­arzt Fa­bi­an von Man­teu­f­fel vom Zen­tral­ver­band Zoo­lo­gi­scher Fach­be­trie­be (ZZF). Je dunk­ler die Scho­ko­la­de, des­to ge­fähr­li­cher ist sie. Hat der Hund doch ei­nen Scho­ko-Ni­ko­laus ge­fres­sen, soll­ten Hal­ter so­fort zum Tier­arzt fah­ren und es nicht erst mit Haus­mit­teln pro­bie­ren.

Auch bren­nen­de Ker­zen soll­ten nie oh­ne Auf­sicht in ei­nem Raum ge­las­sen wer­den. Das­sel­be gel­te für den Christ­baum, in dem Kat­zen ger­ne her­um­klet­tern. Auch zer­brech­li­cher oder scharf­kan­ti­ger Weih­nachts­schmuck, wie Christ­baum­ku­geln aus Glas, kann zur Ge­fahr wer­den.

Der Tier­schutz­bund warn­te fer­ner vor Pflan­zen wie Ama­ryl­lis, Weih­nachts­stern, Stech­pal­men, Chris­tro­sen oder Mis­teln, die für Haus­tie­re gif­ti­ge Sub­stan­zen ent­hal­ten. Ein Ver­zehr kön­ne zu Ma­gen-Darm­be­schwer­den mit Krämp­fen und blu­ti­gem Durch­fall, Er­bre­chen, Le­ber­schä­di­gung und Herz­rhyth­mus­stö­run­gen füh­ren. Die Pflan­zen soll­ten da­her im­mer au­ßer Reich­wei­te der Tie­re ste­hen, hieß es. Auch auf Duf­töle und Schnee­spray, an de­nen die Tie­re le­cken könn­ten, soll­ten Tier­hal­ter we­gen gif­ti­ger In­halts­stof­fe bes­ser ver­zich­ten.

Bar­tagamen brau­chen drei Mo­na­te Win­ter­ru­he

OVERATH (dpa) - Bar­tagamen soll­ten ei­ne drei­mo­na­ti­ge Win­ter­ru­he hal­ten. Wäh­rend der Ru­he­pha­se dür­fen die Ter­ra­ri­um­tie­re nicht zu viel Licht aus­ge­setzt sein und nicht ge­füt­tert wer­den, sie soll­ten aber im­mer fri­sches Was­ser zur Ver­fü­gung ha­ben. Dar­auf weist die För­der­ge­mein­schaft Le­ben mit Heim­tie­ren hin. Tags­über lie­gen die Tem­pe­ra­tu­ren im Ter­ra­ri­um am bes­ten bei 16 Grad. Nach drei Mo­na­ten kann die Be­leuch­tung dann lang­sam wie­der in­ten­si­viert wer­den. Sind die Tie­re ak­tiv, kön­nen Hal­ter ih­nen wie­der Grün­fut­ter ge­ben und spä­ter in ge­rin­gen Men­gen auch wie­der Le­bend­fut­ter wie Heim­chen und Mehl­wür­mer.

Hams­ter­fut­ter soll­te nicht zu viel Fett ent­hal­ten

MÜN­CHEN (dpa) - Tro­cken­fut­ter für Hams­ter soll­te nicht zu fet­tig sein. Da­mit die Tie­re ge­sund blei­ben, soll­ten vie­le Vit­ami­ne und Mi­ne­ral­stof­fe ent­hal­ten sein. Das rät die Zeit­schrift „Ein Herz für Tie­re“(Aus­ga­be De­zem­ber 2016). Gu­tes Tro­cken­fut­ter hat ei­nen ho­hen An­teil an Ge­trei­de, ge­trock­ne­tem Ge­mü­se, Sa­men, Kräu­tern. Hin­zu kom­men we­ni­ge fett­hal­ti­ge Nüs­se oder Ker­ne. Da­mit es im Hams­ter­kä­fig nicht lang­wei­lig wird, kön­nen Tier­hal­ter die Mi­schung im Kä­fig ver­tei­len. Den­noch soll­ten sie dar­auf ach­ten, dass nicht zu viel Fut­ter im Kä­fig liegt.

Zu­rück­ge­blie­be­ne Tie­re ganz schnell mel­den

BER­LIN (dpa) - Man­che Men­schen zie­hen aus ih­rer Woh­nung und las­sen all ihr Hab und Gut dort. Im­mer wie­der blei­ben dann auch Haus­tie­re al­lein zu­rück, heißt es beim Ver­ein Ak­ti­on Tier. Nach­barn, Freun­de und Be­kann­te soll­ten dann auf­merk­sam sein. Ver­schwin­det ein Tier­hal­ter oh­ne sein Tier, dann sei es wich­tig, das schnell bei der Po­li­zei oder beim Ve­te­ri­när­amt zu mel­den. Not­falls könn­ten die­se die Woh­nung auf­bre­chen, wenn das Le­ben ei­nes Tie­res ge­fähr­det ist.

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Tie­re und Weih­nach­ten: Da gibt es ei­ni­ges zu be­ach­ten. Kat­zen soll­te man ei­nen Rück­zugs­ort vom Tru­bel bie­ten.

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Wäh­rend der Ru­he­pha­se sol­len Bar­tagame nicht ge­füt­tert wer­den.

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Vö­gel mer­ken sich ih­re Fut­ter­stel­len schnell.

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