Mehr Ka­nä­le und güns­ti­ger te­le­fo­nie­ren

Das än­dert sich im kom­men­den Jahr beim Fern­se­hen und beim Roa­ming

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MULTIMEDIA - Von Till Si­mon Na­gel

DÜS­SEL­DORF/BONN (dpa) - Neu­es Jahr, neue Tech­nik. Zu­min­dest beim Fern­se­hen. Denn 2017 müs­sen sich Fern­seh­zu­schau­er deutsch­land­weit auf neue di­gi­ta­le Über­tra­gungs­tech­nik ein­stel­len. Und auch bei der Mo­bil­fun­k­nut­zung Aus­land gibt es Än­de­run­gen. Ein Über­blick:

Wer di­gi­ta­les An­ten­nen­fern­se­hen DVB-T emp­fängt, muss bis spä­tes­tens zum 29. März 2017 ei­ne neue Emp­fangs­box oder ein neu­es Emp­fangs­mo­dul kau­fen. Dann wird die bis­he­ri­ge Über­tra­gung ab­ge­stellt und der Nach­fol­ger DVB-T2 HD nimmt den Be­trieb auf. Die DVB-T2HD-fä­hi­gen Emp­fangs­ge­rä­te tra­gen ein grü­nes Sie­gel mit Fern­se­her­sym­bol und Auf­schrift DVB-T2 HD oder die Auf­schrift Fre­e­net TV. Mehr Ka­nä­le durch neue Tech­nik Vor­teil für Zu­schau­er: Bis zu 40 Ka­nä­le mehr und HD-Auf­lö­sung. Al­ler­dings gibt es ei­nen Ha­ken: Die Pri­vat­sen­der gibt es mit der neu­en Tech­nik nach ei­ner drei­mo­na­ti­gen Test­pha­se nur noch ge­gen 5,75 Eu­ro mo­nat­li­che Ge­bühr. Die Gut­ha­ben­kar­ten für das un­ter dem Na­men Fre­e­net TV ver­mark­te­te An­ge­bot gibt es im Fach­han­del, in Su­per­märk­ten, Dro­ge­ri­en oder on­li­ne. Wäh­rend die öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­der in den meis­ten Tei­len Deutsch­lands aus­ge­strahlt wer­den, kön­nen die Pri­vat­sen­der nur in dich­ter be­sie­del­ten Ge­bie­ten emp­fan­gen wer­den.

Ei­ne Um­stel­lung steht auch für Ka­bel­kun­den von Uni­ty­me­dia in Nord­rhein-West­fa­len, Hes­sen und Ba­den-Würt­tem­berg ins Haus. Das Un­ter­neh­men be­en­det am 30. Ju­ni die ana­lo­ge Über­tra­gung des Ka­belTV-Si­gnals. In ein­zel­nen Re­gio­nen kann das nach An­kün­di­gung auch schon frü­her im Ju­ni ge­sche­hen. Laut Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rheinWest­fa­len schau­en der­zeit noch rund ei­ne Mil­li­on Uni­ty­me­dia-Kun­den ana­log. Um wei­ter emp­fan­gen zu kön­nen, müs­sen sie sich ent­we­der ei­ne neue di­gi­ta­le Emp­fangs­box kau­fen oder am Fern­se­her den Emp­fangs­weg än­dern.

Wer noch ei­nen Röh­ren­fern­se­her nutzt, braucht ei­nen neu­en Emp­fän­ger oder ein neu­es TV-Ge­rät. Nut­zer ei­nes Flach­bild­fern­se­hers soll­ten über­prü­fen, ob ihr Ge­rät nicht schon ei­nen DVB-C-Emp­fän­ger be­sitzt – die meis­ten in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren ver­kauf­ten Ge­rä­te soll­ten ei­nen ha­ben. Beim Kauf ei­ner Emp­fangs­box ra­ten die Ver­brau­cher­schüt­zer zu ei­nem HD-fä­hi­gen Mo­dell. Roa­ming­ge­büh­ren ent­fal­len

Beim Te­le­fo­nie­ren im EU-Aus­land fal­len ab dem 15. Ju­ni 2017 die Aus­lands­auf­schlä­ge weg. Ak­tu­ell be­tra­gen sie pro aus­ge­hen­der An­ruf­mi­nu­te ma­xi­mal 6 Cent, pro ein­ge­hen­der An­ruf­mi­nu­te höchs­tens 1,2 Cent. Die­se Ge­büh­ren dür­fen dann in­ner­halb der EU nicht mehr zu­sätz­lich zum ge­buch­ten Ta­rif er­ho­ben wer­den. Auch Da­ten­nut­zung darf dann nicht mehr kos­ten als in Deutsch­land. In den meis­ten Flat­rate-Ta­ri­fen wer­den heu­te schon kei­ne Zu­satz­ge­büh­ren mehr er­ho­ben.

Ei­ne Aus­nah­me­re­ge­lung gibt es laut Bun­des­netz­agen­tur aber doch: Die Roa­min­g­re­ge­lung ist ei­gent­lich für Rei­sen­de ge­dacht. Miss­bräuch­li­che Nut­zung dür­fen An­bie­ter ver­hin­dern. Zum Bei­spiel wenn je­mand ei­nen Mo­bil­funk­an­schluss aus ei­nem güns­ti­gen Land dau­er­haft in ei­nem an­de­ren Land mit ei­gent­lich hö­he­ren Ta­ri­fen ver­wen­den wür­de.

FOTO: BODO MARKS

2017 än­dert sich für Fern­seh­zu­schau­er ei­ni­ges: Es star­tet ei­ne neue Über­tra­gungs­tech­nik.

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