Bau der Um­ge­hungs­stra­ße soll 2018 be­gin­nen

Ver­hand­lun­gen über Grund­er­werb lau­fen – Zwei­ter Bau­ab­schnitt star­tet mit Maß­nah­men für den Ar­ten­schutz

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - PFULLENDORF - Von Se­bas­ti­an Korinth

PFUL­LEN­DORF - Seit Jah­ren war­ten die Pful­len­dor­fer auf den zwei­ten Ab­schnitt der Nord-Ost-Um­fah­rung, der vor al­lem den Ver­kehr in der süd­li­chen In­nen­stadt re­du­zie­ren soll. All­mäh­lich rückt ei­ne Um­set­zung des Pro­jekts in greif­ba­re Nä­he. Zu­nächst ein­mal ste­hen al­ler­dings Maß­nah­men für den Ar­ten­schutz auf dem Pro­gramm. Der Bau der ei­gent­li­chen Um­ge­hungs­stra­ße soll dann vor­aus­sicht­lich 2018 be­gin­nen.

Wie das Re­gie­rungs­prä­si­di­um Tü­bin­gen auf An­fra­ge der „Schwä­bi­schen Zei­tung“mit­teilt, hat bis­her die Pla­nung der ar­ten­schutz­recht­li­chen Maß­nah­men im Vor­der­grund ge­stan­den. Die da­für er­for­der­li­chen Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen sei­en in­zwi­schen er­stellt wor­den. Im ein­zel­nen han­de­le es sich um Wald­auf­fors­tung auf ei­ner 2,6 Hekt­ar gro­ßen Flä­che, um die Ex­ten­si­vie­rung von Grün­land auf ei­ner 2,8 Hekt­ar gro­ßen Flä­che und um die An­la­ge ei­nes Acker­saums für ein 5000 Qua­drat­me­ter gro­ßes Feld­ler­chen­ha­bi­tat. Hin­zu kä­men die Schaf­fung von To­t­holz­struk­tu­ren und das Auf­hän­gen von Nist­hil­fen. Aus­schrei­bung für Ja­nu­ar ge­plant Wie das Re­gie­rungs­prä­si­di­um mit­teilt, läuft zur­zeit der Grund­er­werb für die ge­nann­ten Ar­ten­schutz­maß­nah­men. In der zwei­ten Ja­nu­ar­hälf­te 2017 sol­len die­se aus­ge­schrie­ben wer­den. Die Um­set­zung ist für April ge­plant. „Ab dem Jahr 2017 er­fol­gen die Durch­füh­rung des Grund­er­werbs und die Be­ar­bei­tung der Aus­füh­rungs­pla­nung für die Stra­ßen­bau­maß­nah­me“, heißt es in ei­ner Stel­lung­nah­me des Re­gie­rungs­prä­si­di­ums ge­gen­über der SZ.

Be­vor der Bau der ei­gent­li­chen Um­ge­hungs­stra­ße be­gin­nen kann, müs­sen die Ar­ten­schutz­maß­nah­men grei­fen. „Ein Bau­be­ginn wä­re so­mit frü­hes­tens in 2018 mög­lich“, schreibt das Re­gie­rungs­prä­si­di­um. Al­ler­dings wer­de ge­prüft, ob in be­stimm­ten Teil­be­rei­chen ein vor­ge­zo­ge­ner Bau­be­ginn mög­lich ist, der dann aus­schrei­bungs­reif vor­be­rei­tet wer­den kann. Ins­ge­samt geht die Be­hör­de für den zwei­ten Bau­ab­schnitt der Um­ge­hungs­stra­ße von ei­ner Bau­zeit von et­wa drei Jah­ren aus.

Der zwei­te Ab­schnitt soll beim Kreis­ver­kehr nord­öst­lich des Fried­hofs an den ers­ten an­knüp­fen. So soll der Ver­kehr zwi­schen Krau­chen­wies im Nor­den und Den­kin­gen im Sü­den an der In­nen­stadt vor­bei­ge­führt wer­den – und zwar öst­lich vor­bei am Wohn­ge­biet Obe­rer Bus­sen I und durch das Ge­wann Roß­lauf bis hin zum Ge­wer­be­ge­biet Hes­sel­bühl. Der zwei­te Bau­ab­schnitt soll vor al­lem die süd­li­che In­nen­stadt ent­las­ten. So pas­sie­ren pro Tag bis zu 14 000 Fahr­zeu­ge den Kreis­ver­kehr am al­ten Spi­tal, dar­un­ter vie­le Last­wa­gen.

Das Re­gie­rungs­prä­si­di­um be­tont der­weil die wich­ti­ge Rol­le der Ar­ten­schutz­maß­nah­men. „Die­se sind ein un­trenn­ba­rer Teil der Bau­maß­nah­me und vor dem Start der ei­gent­li­chen Stra­ßen­bau­ar­bei­ten zwin­gend um­zu­set­zen“, schreibt die Be­hör­de an die SZ. „Ei­nen klas­si­schen Bau­be­ginn mit Erd- und Stra­ßen­bau­ar­bei­ten be­zie­hungs­wei­se ei­nem Bau­werk wird es künf­tig bei grö­ße­ren Pro­jek­ten so gut wie nicht mehr ge­ben.“

Pful­len­dorfs Bür­ger­meis­ter Tho­mas Kug­ler kann mit dem Zeit­plan des Re­gie­rungs­prä­si­di­ums je­den­falls gut le­ben. „Ist die­ser ver­bind­lich, spielt für uns kei­ne Rol­le, ob die Ar­bei­ten im letz­ten Quar­tal 2017 oder früh­zei­tig 2018 be­gin­nen“, sagt er.

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