Der Be­such des net­ten On­kels

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT - FOTO: TWIT­TER.COM/DALLASMAVS

Wä­re Dirk No­witz­ki nicht 2,13 Me­ter groß und wür­de die­se al­ber­ne blaue Weih­nachts­müt­ze tra­gen, wür­de wohl kaum je­mand No­tiz von ihm neh­men. Mit ei­ner E-Gi­tar­re sitzt er in der Kin­der­kli­nik von Dal­las an ei­nem Kran­ken­bett und spielt ein Lied. „Zu Hau­se wird mir kei­ner glau­ben, dass ich mit Dirk No­witz­ki Gi­tar­re ge­spielt ha­be“, sagt der 15-jäh­ri­ge Ash­ley völ­lig über­wäl­tigt. Für die Kin­der ist No­witz­ki in die­sen Mo­men­ten ein­fach On­kel Dirk. Und On­kel Dirk kommt je­des Jahr, oh­ne dass man bis­lang viel da­von mit­be­kam. Der 38-Jäh­ri­ge hat­te es sich re­gel­recht ver­be­ten, dass Fotos und Vi­de­os sei­ner Be­su­che bei den schwer­kran­ken Kin­dern nach au­ßen drin­gen. Für die Lo­kal­zei­tung „Dal­las Morning News“mach­te der Würz­bur­ger nach Jah­ren ei­ne Aus­nah­me. St­un­de um St­un­de ver­brach­te No­witz­ki bei den klei­nen Pa­ti­en­ten. „Das ist mein liebs­ter Be­such im gan­zen Jahr. Es be­deu­tet den Kin­dern und den El­tern viel, und mir na­tür­lich auch“, sag­te No­witz­ki. „Es kann hart sein, auch mal frus­trie­rend, oder man ist ein­fach sprach­los.“Die Be­su­che hät­ten da­zu bei­ge­tra­gen, dass er sein Le­ben mehr wert­schätzt. „Er ist als Mensch und Sport­ler all das, was man sich nur wün­schen kann“, sag­te No­witz­kis Chef Mark Cu­ban, Be­sit­zer der Dal­las Ma­ve­ricks: „Er ist phä­no­me­nal und will trotz­dem am liebs­ten nicht, dass je­mand et­was da­von weiß.“

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