Ris­kan­te De­als rui­nier­ten die äl­tes­te Bank der Welt

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

Ita­li­ens Wirtschaft lei­det un­ter ei­nem ma­ro­den Ban­ken­sek­tor. Die Geld­häu­ser sit­zen auf Ber­gen fau­ler Kre­di­te. Der Internationale Wäh­rungs­fonds IWF schätzt das Ge­samt­vo­lu­men in den Bank­bi­lan­zen auf 360 Mil­li­ar­den Eu­ro. Das ent­spricht rund 18 Pro­zent der aus­ge­reich­ten Dar­le­hen. Grund ist die lan­ge wirt­schaft­li­che Flau­te des Lan­des. Mon­te dei Pa­schi di Siena, die äl­tes­te noch ar­bei­ten­de Bank der Welt, ist das größ­te Sor­gen­kind der Bran­che. Bei gut 40 Pro­zent ih­rer ge­sam­ten aus­ge­reich­ten Kre­di­te ist die Rück­zah­lung ge­stört, das sind ins­ge­samt fast 46 Mil­li­ar­den Eu­ro. Ein Ret­tungs­plan sieht un­ter an­de­rem vor, dass der Ban­ken­ret­tungs­fonds At­lan­te fau­le Kre­di­te über­nimmt. Um die da­bei ent­ste­hen­den Ver­lus­te aus­zu­glei­chen, ver­sucht das In­sti­tut, fünf Mil­li­ar­den Eu­ro neu­es Ka­pi­tal zu ge­win­nen. Ris­kan­te De­als hat­ten der Bank ho­he Ver­lus­te ein­ge­bracht, sie muss­te be­reits mit meh­re­ren Mil­li­ar­den Eu­ro Staats­hil­fen ge­stützt wer­den. Das Geld­haus fiel mehr­mals durch den Ban­ken­stress­test der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank. (dpa)

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