Mehr Zeit für die Über­wei­sung der Mie­te

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

KARLSRUHE (AFP) - Beim Über­wei­sen ih­rer Mie­te kön­nen sich Mie­ter künf­tig mehr Zeit las­sen. Die üb­li­che Klau­sel im Miet­ver­trag, wo­nach die Mie­te bis zum drit­ten Werk­tag des Mo­nats ein­ge­gan­gen sein muss, ist un­wirk­sam, wie der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) in Karlsruhe in ei­nem am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Ur­teil ent­schied. Da­nach reicht es aus, wenn Mie­ter die Mie­te am drit­ten Werk­tag des Mo­nats bei ih­rer Bank an­wei­sen. (Az: VIII ZR 222/15)

Da­mit gab der BGH Mie­tern in Köln recht. Sie hat­ten 2013 ei­ne Ab­mah­nung er­hal­ten, weil die Mie­te am drit­ten Werk­tag des Mo­nats

Weih­nachts­ge­schäft trotz An­schlag ro­bust

BER­LIN (dpa) - Der Ter­ror­an­schlag von Ber­lin hat das Weih­nachts­ge­schäft bun­des­weit nicht ein­bre­chen las­sen. Die Trendum­fra­ge bei rund 400 Un­ter­neh­men ha­be er­ge­ben, dass die Um­sät­ze über dem Ni­veau der Vor­wo­che la­gen, sag­te der Ge­schäfts­füh­rer des Han­dels­ver­bands Deutsch­land. Ins­ge­samt sei das Weih­nachts­ge­schäft „ro­bust“ge­we­sen. mehr­fach noch nicht auf dem Kon­to der Ver­mie­te­rin war. Von März bis Mai 2014 zahl­ten sie dann ih­re Mie­te je­weils zu Mo­nats­be­ginn und spä­tes­tens am drit­ten Werk­tag bar bei ih­rer Bank ein. In al­len drei Mo­na­ten kam das Geld nicht bis zum drit­ten Werk­tag bei der Ver­mie­te­rin an. Die Ver­mie­te­rin kün­dig­te und klag­te auf Räu­mung der Woh­nung.

Wie schon die Vor­in­stan­zen wies nun auch der BGH die Räu­mungs­kla­ge ab. Die Kün­di­gung sei un­wirk­sam, „weil die Be­klag­ten die Mie­te je­weils pünkt­lich spä­tes­tens am drit­ten Werk­tag des Mo­nats ge­zahlt ha­ben“. Laut Ge­setz müs­sen Mie­ter die Mie­te spä­tes­tens am drit­ten Werk­tag des Mo­nats „ent­rich­ten“. Nach dem Karls­ru­her Ur­teil reicht es aus, wenn spä­tes­tens bis zu die­sem Tag die Bank des Mie­ters mit der Über­wei­sung be­auf­tragt wird. Nach der bis­lang in For­mu­lar­miet­ver­trä­gen üb­li­chen Klau­sel kommt es al­ler­dings „für die Recht­zei­tig­keit der Zah­lung nicht auf die Ab­sen­dung, son­dern auf den Ein­gang des Gelds an“. Die­se Klau­sel ist un­wirk­sam, ur­teil­te der BGH. Das Wort „ent­rich­ten“wer­de gleich­be­deu­tend mit „be­zah­len“ver­stan­den.

Sch­lich­ter soll Ta­rif­kon­flikt bei der Bahn lö­sen

BER­LIN (AFP) - Der Ta­rif­streit zwi­schen der Bahn und der Ge­werk­schaft Deut­scher Lo­ko­mo­tiv­füh­rer (GDL) geht in ei­ne Sch­lich­tung. GDL-Chef We­sels­ky er­klär­te die Ver­hand­lun­gen für ge­schei­tert und setz­te das Sch­lich­tungs­ver­fah­ren in Gang. Bei­de Par­tei­en müs­sen ei­nen Sch­lich­ter be­nen­nen. Soll­te das Ver­fah­ren schei­tern, dro­hen Rei­sen­den wie­der Streiks.

FO­TO: DPA

Die Mie­te muss bis spä­tes­tens zum drit­ten Werk­tag ei­nes Mo­nats über­wie­sen wer­den.

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