Füh­ren­de SPD-Po­li­ti­ker für Sig­mar Ga­b­ri­el

So­zi­al­de­mo­kra­ten wol­len am 29. Ja­nu­ar ih­ren Kanz­ler­kan­di­da­ten be­kannt ge­ben

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN/KIEL/HAM­BURG (dpa) Füh­ren­de SPD-Po­li­ti­ker ha­ben sich für ei­ne Kanz­ler­kan­di­da­tur von Sig­mar Ga­b­ri­el aus­ge­spro­chen. „Der Vor­sit­zen­de ei­ner so stol­zen Par­tei wie mei­ner ist da­zu prä­des­ti­niert, sei­ne Par­tei in den Wahl­kampf zu füh­ren“, sag­te Schles­wig-Hol­steins Mi­nis­ter­prä­si­dent Tors­ten Al­big. Auch Ber­lins Re­gie­ren­der Bür­ger­meis­ter Micha­el Mül­ler glaubt nicht, dass ein an­de­rer bes­ser ge­eig­net wä­re. Al­le frü­he­ren Wahl­kämp­fe wi­der­leg­ten die An­sicht, dass al­lein ein an­de­rer Kan­di­dat zu bes­se­ren Um­fra­ge­wer­ten füh­re.

Die So­zi­al­de­mo­kra­ten wol­len am 29. Ja­nu­ar ver­kün­den, mit wel­chem Kanz­ler­kan­di­da­ten sie in den Bun­des­tags­wahl­kampf 2017 zie­hen. Ga­b­ri­el hat als Par­tei­chef das ers­te Zu­griffs­recht. Soll­te er ver­zich­ten, könn­te Mar­tin Schulz zum Zu­ge kom­men. Der schei­den­de EU-Par­la­ments­prä­si­dent, der im Ja­nu­ar in die Bun­des­po­li­tik wech­seln will, er­ziel­te in Um­fra­gen zu­letzt deut­lich hö­he­re Zu­stim­mungs­wer­te als Ga­b­ri­el. Er wird auch als mög­li­cher Au­ßen­mi­nis­ter ge­han­delt.

Für die SPD sieht es in den Um­fra­gen wei­ter düs­ter aus. Im jüngs­ten Sonn­tags­trend, den das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut Em­nid wö­chent­lich für die „Bild am Sonn­tag“er­hebt, er­rei­chen die So­zi­al­de­mo­kra­ten nur noch 21 Pro­zent (mi­nus eins). Auf die­sem Ni­veau ran­gier­te die Par­tei zu­letzt im Ju­ni 2016. Schlech­ter war die Par­tei in den Sonn­tags­trends nur noch im Ok­to­ber 2009 nach der Wahl­nie­der­la­ge von Frank-Wal­ter St­ein­mei­er. Da­mals war noch Franz Mün­te­fe­ring Par­tei­chef.

Micha­el Mül­ler räum­te ein: „Ja na­tür­lich, un­se­re Um­fra­gen könn­ten bes­ser sein. Aber zu sa­gen, es liegt nur am Par­tei­vor­sit­zen­den, man müss­te da ei­ne an­de­re Ent­schei­dung tref­fen und schon wür­de es an­de­re Wer­te ge­ben, das ist nicht rich­tig“, sag­te er.

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