We­ni­ger Steu­er­sün­der zei­gen sich selbst an

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

DÜS­SEL­DORF (dpa) - Die Zahl der Selbst­an­zei­gen von Steu­er­hin­ter­zie­hern ist in die­sem Jahr stark zu­rück­ge­gan­gen. Das hat ei­ne Um­fra­ge des „Han­dels­blat­tes“bei den 16 Län­der­fi­nanz­mi­nis­te­ri­en er­ge­ben. Da­nach zeig­ten sich bis­lang nur 4373 Steu­er­hin­ter­zie­her selbst beim Fi­nanz­amt an. Im ver­gan­ge­nen Jahr gab es noch 15 120 Selbst­an­zei­gen, 2014 wa­ren es so­gar rund 40 000.

Ein Grund für die Ent­wick­lung dürf­ten die seit Ja­nu­ar 2015 stark ver­schärf­ten Re­geln für Steu­er­sün­der sein. Für sie ist es seit­her deut­lich teu­rer, mit ei­ner Selbst­an­zei­ge straf­frei da­von­zu­kom­men. Die Neu­re­ge­lung hat­te 2014 nach Über­zeu­gung der Fi­nanz­be­hör­den zu ei­nem Vor­zieh-Ef­fekt ge­führt.

Die meis­ten Selbst­an­zei­gen gab es der Um­fra­ge zu­fol­ge 2016 mit bis­lang 1151 in Ba­den-Würt­tem­berg, ge­folgt von Nie­der­sach­sen mit 926 und Nord­rhein-West­fa­len mit 655. In Bay­ern zeig­ten sich dem­nach 379 Per­so­nen selbst an. Al­ler­dings könn­ten die Zah­len noch stei­gen, da Bay­ern, Hes­sen, Sach­sen und Thü­rin­gen Selbst­an­zei­gen nur quar­tals­wei­se er­fas­sen.

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