End­spurt für Früh­blü­her

Spä­te Pflan­zung ist mög­lich – Si­mu­lier­te Wär­me- und Käl­te­rei­ze re­gen Wachs­tum an

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - GARTEN -

VEITSHÖCHHEIM (dpa) - Sol­len im Früh­jahr Tul­pen, Nar­zis­sen und Hya­zin­then blü­hen, müs­sen de­ren Zwie­beln spä­tes­tens im No­vem­ber ein­ge­setzt wer­den. Wer ver­ges­sen ha­ben soll­te, die­se Schät­ze in den Bo­den zu brin­gen, muss nicht ver­zwei­feln: Die Baye­ri­sche Gar­ten­aka­de­mie hat da­für ei­ne Lö­sung pa­rat.

Der Gar­ten­bo­den ist jetzt al­ler­dings zu kalt, um dar­in die Zwie­beln ein­zu­pflan­zen. Für die Wur­zel­bil­dung wer­den fünf bis acht Grad Bo­den­tem­pe­ra­tur be­nö­tigt. Des­halb kom­men die Zwie­beln bei ei­ner spä­ten Pflan­zung in ei­nen Topf mit min­des­tens zwölf Zen­ti­me­ter Durch­mes­ser. Er soll­te auch so tief sein, dass sich die Wur­zeln aus­rei­chend ent­wi­ckeln kön­nen. Au­ßer­dem brau­chen die Früh­blü­her lo­cke­re und durch­läs­si­ge Blu­men­er­de.

Dann müs­sen die Zwie­beln für ei­ni­ge Wo­chen Wär­me- und Käl­te­rei­zen aus­ge­setzt wer­den. Des­halb stellt man die Ge­fä­ße zu­nächst für drei Wo­chen in ei­nen Raum mit acht bis zehn Grad, da­mit die Wur­zel­bil­dung an­ge­regt wird. Im Grun­de wer­den da­mit die letz­ten war­men Herbst­ta­ge si­mu­liert.

An­schlie­ßend be­nö­ti­gen die Früh­blü­her ei­ne Käl­te­pha­se um null Grad. Die Töp­fe kom­men da­für ins Freie. Op­ti­mal ist ein Plätz­chen auf dem Bal­kon mit Win­ter­schutz oder im Ge­wächs­haus, da­mit es den Zwie­beln nicht zu fros­tig wird. Dort blei­ben die Pflan­zen für zehn bis zwölf Wo­chen. Dann kom­men sie wie­der an ei­nen wär­me­ren, hel­len Ort mit rund zehn Grad. Das kann dann schon der Gar­ten sein. Jetzt trei­ben die Pflan­zen aus.

FO­TO: DPA

Im Topf ge­lingt die Auf­zucht von Früh­jahrs­blü­hern auch noch im De­zem­ber.

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