Das Aus für Nah­wär­me schafft Pro­ble­me

Het­tin­ger Bür­ger­meis­te­rin hält Rück­blick auf das ab­ge­lau­fe­ne Jahr

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ALB/LAUCHERT - Von Ve­ra Ro­meu

IN­NE­RIN­GEN - Die letz­te Ge­mein­de­rats­sit­zung des Jah­res hat Bür­ger­meis­te­rin Dag­mar Kus­ter zum An­lass ge­nom­men, al­len Ak­teu­ren der Ge­mein­de ih­ren Dank aus­zu­spre­chen. Die Rä­te ha­ben in 13 Sit­zun­gen, ei­ner Klau­sur­ta­gung, ei­ner sehr lan­gen Sit­zung des Bau­aus­schus­ses, in der es um die Sa­nie­rung der Alb­hal­le ging, und in ei­ner Sit­zung des Ge­mein­de­ver­wal­tungs­ver­bands in­ten­si­ve Ge­sprä­che ge­führt. Ins­ge­samt sei 40 St­un­den ge­tagt wor­den, rech­ne­te sie vor und dank­te den Rä­ten für die kon­struk­ti­ve und ver­trau­ens­vol­le Zu­sam­men­ar­beit. Sie lob­te das Gre­mi­um als pflicht­be­wusst, gut ein Drit­tel der Rä­te ha­ben bei kei­ner Sit­zung ge­fehlt.

Bür­ger­meis­te­rin Kus­ter hielt auch Rück­blick auf die In­hal­te der Ar­beit. Die Stadt sei be­tont fa­mi­li­en­freund­lich, im Kin­der­gar­ten und in der Schu­le sei­en die Pro­jek­te vor­an­ge­trie­ben wor­den. Es sei­en vie­le Bau­maß­nah­men an­ge­sto­ßen wor­den, ei­ni­ge konn­ten je­doch nicht um­ge­setzt wer­den, weil die Fir­men, trotz mehr­fa­cher Er­mah­nun­gen nicht ge­kom­men sind. Es tue ihr leid, sag­te sie, dass das Nah­wär­me­pro­jekt in In­ne­rin­gen nicht zu­stan­de ge­kom­men ist. Es wa­ren nicht aus­rei­chend Bür­ger be­reit, ih­re Ge­bäu­de an­zu­schlie­ßen. Nun sei für die Ge­mein­de das Pro­blem ent­stan­den, dass zum ei­nen die öf­fent­li­chen Ge­bäu­de ei­ne ei­ge­ne Hei­zungs­lö­sung brau­chen und dass die Glas­fa­ser­roh­re nicht ver­legt wer­den kön­nen. „Das fin­de ich scha­de“, sag­te sie. Der Stadt­ent­wick­lungs­pro­zess sei je­doch ein Er­folg ge­we­sen: Es hat vie­le Ver­an­stal­tun­gen ge­ge­ben, sie sind von den Bür­gern gut be­sucht wor­den. Die Er­geb­nis­se aus der Bür­ger­be­tei­li­gung, der Ge­mein­de­rats­klau­sur und der Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ter sind zu­sam­men­ge­führt wor­den. Die Pro­ble­me der Ge­mein­de sei­en be­trach­tet wor­den, es sei­en kei­ne Luft­schlös­ser ge­baut wor­den, die Bür­ger sei­en sich der Si­tua­ti­on be­wusst. Im Ja­nu­ar wer­de das Kon­zept vor­ge­stellt.

Der Ab­bruch der bei­den Häu­ser an der Schloss­stei­ge sei be­gon­nen wor­den, eins ist be­reits weg. Die Ver­wal­tung ha­be ei­nen An­trag um Mit­tel aus dem Pro­gramm der Lan­des­sa­nie­rung ge­stellt. „Es ist aber frag­lich, ob wir et­was be­kom­men“, sag­te Bür­ger­meis­te­rin Kus­ter. Auch wer­de ein An­trag ge­stellt, um Mit­tel aus dem Lan­des­pro­gramm Ent­wick­lung Länd­li­cher Raum (ELR) zu er­hal­ten. Da­mit soll das Über­pla­nen der Frei­flä­che fi­nan­ziert wer­den. Alb­hal­le kann sa­niert wer­den Die Sa­nie­rung der In­ne­rin­ger Alb­hal­le sei auf den Weg ge­bracht: „Da kann es los­ge­hen“, sag­te sie. Die Maß­nah­me kos­tet rund 2,4 Mil­lio­nen Eu­ro.

Bür­ger­meis­te­rin Kus­ter brach ei­ne Lan­ze für die In­ter­kom­mu­na­li­tät: Sie wer­de im­mer mehr ge­fragt sein, weil Sy­ner­gi­en ge­nutzt wer­den kön­nen. Es ent­ste­hen kei­ne Ab­hän­gig­kei­ten, be­ton­te sie.

Schließ­lich dank­te sie den Mit­ar­bei­tern der Ver­wal­tung und der Ge­mein­de, die wie­der ein gro­ßes Ar­beits­pen­sum be­wäl­tigt ha­ben, sag­te sie. Auch sprach sie ih­ren Dank an die Ver­ei­ne, die Or­ga­ni­sa­tio­nen, die Kir­chen, die Ge­wer­be- und Hand­werks­be­trie­be aus. Im Na­men des Gre­mi­ums sprach Stell­ver­tre­ten­der Bür­ger­meis­ter Ger­hard Spriß­ler den Dank an Bür­ger­meis­te­rin Kus­ter für ih­ren Ein­satz aus.

FO­TO: AR­CHIV

Für meh­re­re öf­fent­li­che Ge­bäu­de in In­ne­rin­gen muss die Ge­mein­de nach dem Schei­tern des Nah­wär­me­vor­ha­bens ein neu­es Heiz­kon­zept ent­wi­ckeln. So auch für die al­te Schu­le.

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