Mi­nis­ter mahnt zur Vor­sicht mit Böl­lern

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN -

STUTT­GART (lsw) - Po­li­ti­ker und Tier­schüt­zer ha­ben die Men­schen im Süd­wes­ten zu er­höh­ter Vor­sicht im Um­gang mit Py­ro­tech­nik auf­ge­ru­fen. „Al­lein die Ein­satz­zah­len in der Lan­des­haupt­stadt Stutt­gart in der Sil­ves­ter­nacht 2015 zei­gen, dass in die­ser Nacht das Ge­fah­ren­po­ten­zi­al für al­le Bür­ger be­son­ders hoch ist“, sag­te der Stutt­gar­ter Re­gie­rungs­prä­si­dent Wolf­gang Rei­mer (Grü­ne) am Di­ens­tag. Die Be­hör­de warn­te da­vor, Kin­der mit für sie nicht ge­eig­ne­tem Feu­er­werk spie­len zu las­sen. Klei­ne­re Kin­der sol­len dem­nach zu Sil­ves­ter grund­sätz­lich un­ter Auf­sicht blei­ben. „Wir al­le kön­nen da­zu bei­tra­gen, die Un­fall- und Brand­ge­fahr in der Sil­ves­ter­nacht deut­lich zu ver­min­dern, in­dem wir sorg­sam mit Feu­er­werk und Böl­lern um­ge­hen“, mahn­te Um­welt­mi­nis­ter Franz Un­ter­stel­ler (Grü­ne). Bat­te­rie-Feu­er­wer­ke zum Bei­spiel müss­ten am Bo­den ge­si­chert und ab­ge­feu­ert wer­den. Be­reits beim Kauf sei dar­auf zu ach­ten, dass Böl­ler und Ra­ke­ten das Prüf­sie­gel „BAM“der Bun­des­an­stalt für Ma­te­ri­al­si­che­rung tra­gen. Für al­le, die dem

Vo­gel­grip­pe bei ei­nem Schwan in Ulm fest­ge­stellt

STUTT­GART (lsw) - Die Vo­gel­grip­pe brei­tet sich wei­ter im Süd­wes­ten aus: Am Wo­che­n­en­de sei der Vi­rus-Typ H5N8 bei ei­nem Schwan in Ulm fest­ge­stellt wor­den, teil­te das Agrar­mi­nis­te­ri­um am Di­ens­tag mit. Zu­dem sei in Mug­gen­sturm (Kreis Ras­tatt) bei ei­ner Stocken­te ein eben­falls hoch­pa­tho­ge­nes – al­so stark krank­ma­chen­des – Vi­rus des Typs H5 nach­ge­wie­sen wor­den. „Al­ler­dings han­delt es sich nicht um H5N8, son­dern um ei­nen an­de­ren Sub­typ des Vi­rus“, hieß es beim Mi­nis­te­ri­um. Um den Fall ab­zu­klä­ren, sei man im Kon­takt mit dem na­tio­na­len Re­fe­renz­la­bor am Fried­rich-Lo­eff­ler-In­sti­tut (FLI) auf der Ost­see­insel Riems. Seit dem Aus­bruch der hoch­an­ste­cken­den Vo­gel­grip­pe im No­vem­ber am Bo­den­see sind rund 800 to­te Vö­gel in Ba­den-Würt­tem­berg ge­fun­den wor­den. Noch im­mer be­schrän­ke sich die Ge­flü­gel­pest aber auf Wild­vö­gel, Nutz­ge­flü­gel sei bis­lang nicht be­trof­fen, heißt es beim Mi­nis­te­ri­um.

Kul­tus­mi­nis­te­rin ver­tei­digt Kurs­kor­rek­tur

STUTT­GART (lsw) - Im Streit um Lehr­me­tho­den für Recht­schrei­bung an Grund­schu­len hat Kul­tus­mi­nis­te­rin Su­san­ne Ei­sen­mann (CDU) ih­re Vor­ga­ben ver­tei­digt. „Es gibt kei­ne päd­ago­gi­sche Frei­heit als sub­jek­ti­ves Recht“, sag­te Ei­sen­mann der „Stutt­gar­ter Zei­tung“. Es sei Auf­ga­be ih­res Res­sorts, An­wei­sun­gen zu ge­ben, was wie ver­mit­telt wer­den soll. Aus­lö­ser des Streits war ein Brief Ei­sen­manns, der An­fang De­zem­ber an al­le Grund­schu­len ging. Sie for­der­te da­rin ei­ne Kurs­kor­rek­tur: Me­tho­den, bei de­nen Kin­der lan­ge Zeit nicht auf die rich­ti­ge Recht­schrei­bung ach­ten müss­ten – et­wa das Schrei­ben nach Ge­hör – sol­len dem­nach nicht mehr prak­ti­ziert wer­den. In Zu­kunft müss­ten Recht­schreib­feh­ler von der ers­ten Grund­schul­klas­se an kor­ri­giert wer­den. Sil­ves­ter­feu­er­werk lie­ber zu­schau­en, gel­te: Dach­fens­ter schlie­ßen und Brenn­ba­res run­ter vom Bal­kon. Der Deut­sche Tier­schutz­bund rief da­zu auf, schreck­haf­ten Tie­ren mit ei­nem „be­wusst ru­hi­gen und ent­spann­ten Um­gang Si­cher­heit zu ver­mit­teln“, wie es in ei­ner Mit­tei­lung hieß. Hun­de könn­ten vor al­lem auf lau­te Böl­ler ängst­lich und schreck­haft re­agie­ren und müss­ten des­halb an der Lei­ne ge­führt wer­den. „Kat­zen mit Frei­gang blei­ben am bes­ten im Haus“, schrie­ben die Tier­schüt­zer wei­ter.

Sil­ves­ter­feu­er­werks­kör­per dür­fen nur am 31. De­zem­ber 2016 und am 1. Ja­nu­ar 2017 ge­zün­det wer­den. In man­chen Ge­mein­den sind für das Zün­den von Feu­er­werks­kör­pern be­stimm­te Zei­ten vor­ge­schrie­ben. Ort­schaf­ten mit his­to­ri­schen Alt­städ­ten ver­bie­ten das Ab­bren­nen von Ra­ke­ten zum Schutz vor Brän­den kom­plett, so et­wa Tü­bin­gen. In der Nä­he von Kin­der- und Al­ten­hei­men, Kran­ken­häu­sern und Kir­chen sind Sil­ves­ter­feu­er­wer­ke aus Lärm­schutz­grün­den schon lan­ge un­ter­sagt.

Ti­ger­py­thon setzt Woh­nung un­ter Was­ser

REUT­LIN­GEN (lsw) - Ei­ne Rie­sen­schlan­ge hat in ei­ner Reut­lin­ger Woh­nung für ei­ne Über­schwem­mung ge­sorgt. Sie hat­te nach Mit­tei­lung der Po­li­zei vom Di­ens­tag beim Her­aus­schlän­geln aus ei­ner Ba­de­wan­ne wohl den Hahn ge­öff­net, so­dass die Wan­ne über­lief und das Was­ser in die dar­un­ter­lie­gen­de Woh­nung drang. De­ren Be­woh­ner rie­fen am Mon­tag die Po­li­zei, weil sie ei­nen Was­ser­rohr­bruch ver­mu­te­ten und nie­mand die Haus­tür öff­ne­te. Nach­dem die Po­li­zei die Woh­nung ge­öff­net hat­te, be­geg­ne­te ihr ein zwei­ein­halb Me­ter lan­ger Ti­ger­py­thon und ein auf­ge­brach­ter Hund. Die Woh­nung sei­ner Nach­barn wur­de vor­über­ge­hend für un­be­wohn­bar er­klärt. Der Sach­scha­den liegt nach Schät­zung der Po­li­zei im fünf­stel­li­gen Be­reich.

He­be­büh­ne klemmt bei­de Fü­ße von Kun­din ein

CRAILS­HEIM (lsw) - Bei ei­nem Un­fall in ei­ner Au­to­werk­statt in Crails­heim (Kreis Schwä­bisch Hall) hat ei­ne de­fek­te He­be­büh­ne die Fü­ße ei­ner 33 Jah­re al­ten Kun­din ein­ge­klemmt. Die Frau wur­de mit dem Ret­tungs­wa­gen in ei­ne Kli­nik ge­bracht, wie die Po­li­zei am Di­ens­tag mit­teil­te. Ein Mit­ar­bei­ter des Au­to­hau­ses ließ dem Be­richt zu­fol­ge die He­be­büh­ne her­un­ter, als die Kun­din her­an­trat. Wohl we­gen ei­nes De­fek­tes stopp­te die Vor­rich­tung nicht, so dass bei­de Fü­ße der Kun­din ein­ge­klemmt wur­den.

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Ti­ger­py­thon hat ei­nen Was­ser­hahn ge­öff­net.

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Franz Un­ter­stel­ler (Grü­ne).

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