Zwi­schen Ver­lan­gen und Zwei­feln

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - FERNSEHEN & FREIZEIT - Von Bir­git Let­sche

Sag mir nichts (ARD, Mi., 20.15 Uhr) - Was hat Do­nald Trump mit die­sem Film zu tun? Nun, weil er am 8. No­vem­ber doch recht un­er­war­tet zum US-Prä­si­den­ten ge­wählt wor­den ist, wur­de „Sag mir nichts“kurz­fris­tig zu­guns­ten ei­ner Son­der­sen­dung aus dem Pro­gramm ge­nom­men. Aus ak­tu­el­lem An­lass hier noch ein­mal der TVTipp:

Ein­ge­spiel­te Ehe oder hei­ße Lei­den­schaft? Si­che­rer Ha­fen oder span­nen­de Aben­teu­er­tour? Von die­sem Ge­wis­sens­kon­flikt han­delt der Fern­seh­film, der in Mann­heim ge­dreht wor­den ist. Re­gis­seur Andre­as Klei­nert hat ihn sehr gut in Sze­ne ge­setzt – un­prä­ten­ti­ös und oh­ne mo­ra­li­schen Zei­ge­fin­ger, da­für aber mit ei­nem Händ­chen für die Rol­len­be­set­zung. Ur­si­na Lar­di und Ro­nald Zehr­feld spie­len Le­na und Mar­tin, die sich im Bus zu­fäl­lig ken­nen­ge­lernt ha­ben und nun die Fin­ger nicht mehr von­ein­an­der las­sen kön­nen, ob­wohl sie ver­hei­ra­tet ist und ei­ne halb­wüch­si­ge Toch­ter hat, und er in ei­ner fes­ten Be­zie­hung steckt. Ro­e­land Wies­nek­ker und Sa­rah Ho­stett­ler sind die Be­tro­ge­nen Bo­do und Sol­veig. Was als Sei­ten­sprung be­ginnt, wird zur gro­ßen Lie­be. Na­iv ist kei­ner von bei­den, sie sind hin- und her­ge­ris­sen zwi­schen ih­rem Ver­lan­gen und ih­ren Zwei­feln, das macht das Dra­ma au­then­tisch. Mal will die ei­ne den end­gül­ti­gen Schnitt wa­gen, mal der an­de­re. Die Zeit geht ins Land, bis die Ge­schich­te ei­ne uner­war­te­te Wen­dung nimmt. Sehr se­hens­wert.

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