Di­ri­gent Kil­le meis­tert sein ers­tes Weih­nachts­kon­zert

Mu­sik­ver­ein Blochin­gen mit Pro­gramm „Stars of Rock, Pop und Blas­mu­sik“– Schö­ne Stim­mung in der Hal­le

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MENGEN/GÖGE/SCHEER - Von Ve­ra Ro­meu

BLOCHIN­GEN - Das ers­te Weih­nachts­kon­zert von Di­ri­gent Ste­fan Kil­le ist ein gro­ßer Er­folg ge­we­sen: Un­ter dem Ti­tel „Stars of Rock, Pop und Blas­mu­sik“prä­sen­tier­te er ein Pro­gramm, das beim Pu­bli­kum gut an­kam. Die mit Weih­nachts­bäu­men und rot­blü­hen­den Ster­nen de­ko­rier­te Hal­le war voll be­setzt. Di­ri­gent Kil­le hat­te im ver­gan­ge­nen Som­mer den Takt­stock des lang­jäh­ri­gen Di­ri­gen­ten Al­brecht Kn­aus beim Mu­sik­ver­ein Blochin­gen über­nom­men.

Zum Auf­takt spiel­te die Ju­gend­ka­pel­le un­ter der Lei­tung von Manuel Samt­ner. Flo­ri­an Reck, Vor­sit­zen­der des Mu­sik­ver­eins, gra­tu­lier­te den jun­gen Mu­si­kern, die sich beim Tag der Ju­gend in Hun­der­sin­gen das Prä­di­kat „sehr gut“er­spielt hat­ten. In Blochin­gen ist es ein gu­ter Brauch, am Weih­nachts­tag das Lied „Stil­le Nacht, hei­li­ge Nacht“zu spie­len. Das Pu­bli­kum sang vol­ler In­brunst mit. Der Saal war ver­dun­kelt, nur die Büh­ne war in Licht ge­taucht, so­dass sich ei­ne schö­ne Weih­nachts­stim­mung ent­fal­ten konn­te.

Die Ju­gend­ka­pel­le spiel­te ex­pres­si­ve Mu­sik. Sie wa­ren mit ho­her Kon­zen­tra­ti­on bei der Sa­che. Es er­klang als Film­mu­sik „John Wil­li­ams Tri­lo­gy“von John Moss, das die Lust am Mu­si­zie­ren deut­lich mach­te. Die Sa­xo­pho­ne spiel­ten aus­drucks­voll die Ein­gangs­me­lo­die von „Can you feel The Lo­ve To­night“und die Ka­pel­le folg­te ih­nen mit gro­ßem En­ga­ge­ment. Mit dem toll in­stru­men­tier­ten „Leucht­feu­er“von Kurt Gäb­le spiel­te sich die Ju­gend­ka­pel­le be­geis­ter­ten Ap­plaus ein. An­na Ku­chelmeis­ter kün­dig­te die Stü­cke an.

An­schlie­ßend spiel­te die Mu­sik­ka­pel­le, in de­ren Pro­gramm die Stars aus Rock und Pop mit drei Med­leys ei­nen ziem­lich gro­ßen Platz ein­nah­men. Emo­tio­nal spiel­ten die Mu­si­ker die bes­ten Me­lo­di­en von Simon and Gar­fun­kel, wie ein Kalei­do­skop der Klän­ge ent­fal­te­te sich „The Best of me“von Bryan Adams und der „Rock Mix“der le­gen­dä­ren Band Bon Jo­vi wur­de dy­na­misch und sou­ve­rän in­ter­pre­tiert. Med­ley zeigt Band­brei­te Mit den Med­leys zeig­te Di­ri­gent Kil­le, dass sei­ne Mu­si­ker ei­ne statt­li­che Band­brei­te an Sti­len und Gen­res be­herr­schen. Die in den Med­leys auf die wich­tigs­ten Me­lo­di­en re­du­zier­te Mu­sik ver­fehl­te sei­ne Wir­kung nicht: Die Viel­falt an ge­weck­ten Emo­tio­nen und Bil­dern war enorm. Sehr ein­dring­lich und aus­drucks­voll ge­stal­te­te Di­ri­gent Kil­le „Da­ko­ta – In­dian Sket­ches“von Ja­cob de Ha­an. Das gro­ße Werk in fünf Sät­zen er­zählt die dra­ma­ti­sche Ge­schich­te der In­dia­ner, die im US-Bun­des­staat Da­ko­ta die ent­schei­den­de Schlacht ver­lo­ren ha­ben. Ha­an setzt ih­nen ein sen­si­bles Denk­mal. Ef­fekt­voll ließ Kil­le den Klang bis zum Hauch re­du­zie­ren und konn­te dann kon­trast­rei­che Klang­fül­le auf­bau­en. Spek­ta­ku­lä­re Pas­sa­gen wur­den en­er­gie­ge­la­den ge­spielt.

Da­zu kam das „In­to the ra­ging Ri­ver“von Ste­ven Rei­ne­ke: Span­nungs­reich und dif­fe­ren­ziert ließ Di­ri­gent Kil­le sei­ne Mu­si­ker die Pha­sen der Boots­fahrt be­schrei­ben. Vom stil­len, ge­heim­nis­vol­len Son­nen­auf­gang ging es über spru­deln­de, glit­zern­de Ge­wäs­ser und an licht­vol­len Ufern vor­bei bis zum rau­schen­den, to­sen­den Was­ser­fall. Es zeig­te sich, dass der Mu­sik­ver­ein sub­ti­le Klang­va­ria­tio­nen be­herrscht.

Na­tür­lich ge­hö­ren Mär­sche zum ori­gi­nä­ren Me­tier des Blas­or­ches­ters: Der kur­ze und prä­gnan­te „As­tro­nau­ten­marsch“von Jo­sef Ull­rich und der „Ar­senal-Con­cert March“von Jan Van der Roost ris­sen das Pu­bli­kum mit. Die Mu­si­ker lie­fen in Hoch­form auf und be­geis­ter­ten ihr Pu­bli­kum. Mit den bei­den Zu­ga­ben „Queen’s Parc Me­lo­dy“von Ja­cob de Ha­an und „Sa­le­mo­nia“von Kurt Gäb­le setz­ten Di­ri­gent Kil­le und sei­ne Mu­si­ker ei­nen klang­vol­len Schluss­ak­kord, der Ju­bel aus­lös­te. Bar­ba­ra Wie­der­grün mo­de­rier­te den Abend.

FO­TO: VE­RA RO­MEU

Ver­band und Vor­stand­schaft ehrt lang­jäh­ri­ge Mu­si­ker: Ver­bands­ver­tre­ter Ru­di Hüg­lin, La­ris­sa Ehl, Vor­stand Flo­ri­an Reck, An­ja Brot­zer, Mar­kus Rapp, Si­mo­ne Wohl­wen­der, Jo­han­nes Lich­ten­ber­ger und Joa­chim Funk (von links) liegt Mu­sik sehr am Her­zen. Sie brin­gen viel Zeit und En­ga­ge­ment da­für auf.

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