OSZE-Com­pu­ter von Ha­ckern at­ta­ckiert

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

WIEN (dpa) - Die Or­ga­ni­sa­ti­on für Si­cher­heit und Zu­sam­men­ar­beit in Eu­ro­pa (OSZE) ist ins Vi­sier von Ha­ckern ge­ra­ten. Ein An­griff auf die Com­pu­ter­sys­te­me sei be­reits im No­vem­ber be­merkt und al­le Mit­glieds­staa­ten sei­en in­for­miert wor­den, sag­te ei­ne OSZE-Spre­che­rin am Mitt­woch: „Der An­griff hat die Si­cher­heit ver­trau­li­cher Da­ten im OSZE-IT-Netz­werk und die In­te­gri­tät des IT-Netz­wer­kes ge­fähr­det.“Die OSZE ha­be den Vor­fall sehr ernst ge­nom­men und mit­hil­fe ex­ter­ner IT-Ex­per­ten auf­ge­ar­bei­tet. Die Ge­fahr sei mitt­ler­wei­le ge­bannt und es ge­be bis­her auch kei­ne Hin­wei­se dar­auf, dass in­ter­ne Da­ten ver­öf­fent­licht wor­den sei­en. In­for­ma­tio­nen der fran­zö­si­schen Ta­ges­zei­tung „Le Mon­de“, wo­nach das rus­si­sche Ha­cker­kol­lek­tiv APT28 hin­ter dem An­griff ver­mu­tet wird, konn­te die Spre­che­rin nicht be­stä­ti­gen.

Frank­reichs Prä­si­dent be­gna­digt Mör­de­rin

PARIS (AFP) - Ei­ne we­gen Mord an ih­rem ge­walt­tä­ti­gen Ehe­mann ver­ur­teil­te Fran­zö­sin ist von Prä­si­dent François Hol­lan­de be­gna­digt wor­den. Die zu zehn Jah­ren Haft ver­ur­teil­te Jac­que­line Sau­va­ge (Fo­to: dpa) wer­de um­ge­hend ent­las­sen, teil­te der Prä­si­den­ten­pa­last am Mitt­woch in Paris mit. Der Staats­chef sei zu dem Schluss ge­kom­men, dass „der Platz von Ma­dame Sau­va­ge heu­te nicht mehr im Ge­fäng­nis, son­dern bei ih­rer Fa­mi­lie ist“, er­klär­te ein Spre­cher. Der Fall sorgt in Frank­reich seit Jah­ren für Auf­se­hen: Sau­va­ge hat­te ih­ren Mann 2012 nach 47 Ehe­jah­ren mit drei Ge­wehr­schüs­sen in den Rü­cken ge­tö­tet. Der Al­ko­ho­li­ker hat­te sie und ih­re Kin­der ge­schla­gen und ver­ge­wal­tigt. Ei­nen Tag vor dem Mord hat­te ihr Sohn Selbst­mord be­gan­gen. Vie­le Fran­zo­sen se­hen Sau­va­ge als ein Sym­bol für die Op­fer häus­li­cher Ge­walt.

90 Pro­zent we­ni­ger Ent­füh­run­gen in Ko­lum­bi­en

BOGOTÁ (AFP) - Par­al­lel zu den Be­mü­hun­gen um die Bei­le­gung des Kon­flikts in Ko­lum­bi­en ist die Zahl der Ent­füh­run­gen in dem Land dras­tisch ge­sun­ken. Im lau­fen­den Jahr sei­en nur 188 Ent­füh­run­gen be­kannt ge­wor­den, das sei­en über 90 Pro­zent we­ni­ger als im Jahr 2000, sag­te Po­li­zei­chef Fer­nan­do Mu­ril­lo am Di­ens­tag (Orts­zeit) in Bogotá. Mu­ril­lo sprach von ei­ner „his­to­ri­schen Zahl“. Seit Jah­res­be­ginn hät­ten 57 Gei­seln aus der Hand von Ent­füh­rern be­freit wer­den kön­nen, 524 Tat­ver­däch­ti­ge sei­en in Zu­sam­men­hang mit Ent­füh­rungs­fäl­len fest­ge­nom­men wor­den.

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