Bay­er-Chef ist „Di­no­sau­ri­er des Jah­res“

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

BER­LIN (epd) - Der Na­tur­schutz­bund Deutsch­land (Na­bu) hat den Vor­stands­vor­sit­zen­den der Bay­er AG, Wer­ner Bau­mann, mit dem Ne­ga­tiv­preis „Di­no­sau­ri­er des Jah­res 2016“aus­ge­zeich­net. Die von Bau­mann ein­ge­fä­del­te und 66 Mil­li­ar­den Dol­lar teu­re Re­kord­über­nah­me des US-Saat­gu­trie­sen Monsan­to ste­he im Ge­gen­satz zu For­de­run­gen von Um­welt­schüt­zern und Ver­brau­chern auf der gan­zen Welt, er­klär­te die Um­welt­or­ga­ni­sa­ti­on am Mitt­woch in Ber­lin.

Das Ge­schäfts­mo­dell Bay­erMonsan­to pro­fi­tie­re von ei­ner in­dus­tri­el­len Land­wirt­schaft, die

Ar­beit­ge­ber­prä­si­dent Dul­ger ge­gen In­ves­ti­ti­ons­ver­bot

BA­DEN-BA­DEN (dpa) - Der ba­den­würt­tem­ber­gi­sche Ar­beit­ge­ber­prä­si­dent Rai­ner Dul­ger hat sich ge­gen ein In­ves­ti­ti­ons­ver­bot für Chi­na in Deutsch­land aus­ge­spro­chen. Wenn chi­ne­si­sche Fir­men sich ge­ne­rell nicht mehr in deut­sche ein­kau­fen dürf­ten, wä­re das ein fal­sches Si­gnal, sag­te Dul­ger am Mitt­woch im Süd­west­rund­funk. Au­ßer­dem wür­de es die Mög­lich­kei­ten deut­scher Un­ter­neh­mer ein­schrän­ken, auf dem chi­ne­si­schen Markt ak­tiv zu sein. „Deut­sche Un­ter­neh­men kau­fen sich auch bei chi­ne­si­schen Un­ter­neh­men ein.“Al­ler­dings sei es un­ter Um­stän­den nö­tig, stra­te­gisch wich­ti­ge Un­ter­neh­men, zum Bei­spiel in der Rüs­tungs­in­dus­trie, vor aus­län­di­schen In­ves­to­ren zu schüt­zen.

KfW: Mit­tel­ständ­ler ge­hen op­ti­mis­tisch ins neue Jahr

FRANKFURT (dpa) - Deutsch­lands mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men bli­cken mit Zu­ver­sicht in das neue Jahr. Das Ge­schäfts­kli­ma ver­bes­ser­te sich im De­zem­ber wei­ter, wie die KfW-Ban­ken­grup­pe am Mitt­woch bei der Vor­la­ge des KfW-IfoMit­tel­stands­ba­ro­me­ters mit­teil­te. Vor al­lem die ak­tu­el­le Ge­schäfts­la­ge schät­zen die et­wa 5600 be­frag­ten klei­ne­ren und mitt­le­ren Un­ter­neh­men bes­ser ein als im Vor­mo­nat. Die Er­war­tun­gen für die Zu­kunft trüb­ten sich mi­ni­mal ein, sei­en aber im­mer noch über­durch­schnitt­lich hoch. „Die deut­sche Wirt­schaft un­ter­streicht zum Jah­res­wech­sel ein­mal mehr ih­re ro­bus­te Ver­fas­sung“, sag­te KfW-Chef­volks­wirt Jörg Zeu­ner. auf ana­chro­nis­ti­schen För­der­struk­tu­ren fu­ße und durch öf­fent­li­che Gel­der künst­lich auf­recht­er­hal­ten wer­de. „Da­bei trägt es da­zu bei, die­se Sys­te­me mit ih­ren schäd­li­chen Fol­gen für Mensch und Na­tur wei­ter zu ma­ni­fes­tie­ren“, hieß es.

Die Ne­ga­tiv­aus­zeich­nung „Di­no­sau­ri­er des Jah­res“ver­gibt der Na­bu am En­de ei­nes je­den Jah­res. Er zeich­net da­mit seit 1993 Per­so­nen aus, die sich aus Sicht des Ver­ban­des durch Ein­zel­leis­tun­gen oder durch die Sum­me ih­res Wir­kens in Sa­chen Um­welt­schutz als be­son­ders an­ti­quiert er­wie­sen ha­ben.

In­dus­trie wen­det sich ge­gen schnel­len Koh­le­aus­stieg

BER­LIN (dpa) - Die deut­sche Wirt­schaft hält nichts von ei­nem ra­schen Koh­le­aus­stieg. „Wir wer­den auf ab­seh­ba­re Zeit noch fos­si­le Ener­gie­er­zeu­gung brau­chen, so­lan­ge wir Strom nicht im gro­ßen Stil spei­chern kön­nen“, sag­te der Prä­si­dent des In­dus­trie­ver­ban­des BDI, Ul­rich Gril­lo. Es ma­che kei­nen Sinn für den Kli­ma­schutz, in Deutsch­land die Braun­koh­le­kraft­wer­ke ab­zu­schal­ten, wenn die ein­ge­spar­ten Zer­ti­fi­ka­te we­gen des eu­ro­päi­schen Emis­si­ons­han­dels dann in an­de­ren Län­dern ge­nutzt wer­den. „Wir müs­sen die Ener­gie­wen­de eu­ro­pä­isch den­ken und für un­se­ren Weg welt­weit wer­ben.“Deutsch­land al­lein ver­ur­sa­che zwei­ein­halb Pro­zent der glo­ba­len Treib­haus­gas­emis­sio­nen.

BER-Er­öff­nung ver­schiebt sich zum fünf­ten Mal

BER­LIN (dpa) - Die Flug­gäs­te in Ber­lin müs­sen sich län­ger in Ge­duld üben: Der neue Haupt­stadt­flug­ha­fen (BER) wird erst 2018 in Be­trieb ge­hen. Ein Ter­min bis En­de 2017, wie er bis­lang ge­plant war, sei nicht mehr zu hal­ten, er­fuhr die Nach­rich­ten-Agen­tur dpa von ei­ner Per­son, die mit dem Vor­gang ver­traut ist. Der Flug­ha­fen­auf­sichts­rat pei­le nun ei­ne Er­öff­nung im Früh­jahr 2018 an. Zu­vor hat­te die „Bild“-Zei­tung über die Ver­schie­bung be­rich­tet. Es ist be­reits die fünf­te seit Bau­be­ginn. Of­fi­zi­ell wur­de die Ver­zö­ge­rung nicht be­stä­tigt. Ein Spre­cher der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft sag­te am Mitt­woch: „Wir wer­den uns im Ja­nu­ar zur Er­öff­nung 2017 äu­ßern. Im Früh­jahr wer­den wir den Er­öff­nungs­ter­min nen­nen.“

Neu­er Fahr­gast­re­kord in Bus­sen und Bah­nen

BER­LIN (dpa) - Bus­se und Bah­nen ha­ben 2016 nach Bran­chen­an­ga­ben ei­nen wei­te­ren Fahr­gast­re­kord ver­zeich­net. Nach Hoch­rech­nun­gen des Ver­bands Deut­scher Ver­kehrs­un­ter­neh­men gab es 10,2 Mil­li­ar­den Fahr­ten von Kun­den im Nah­ver­kehr, 1,8 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Die Fahr­gast­zah­len stei­gen da­mit seit 1997 un­un­ter­bro­chen. „Der Öf­fent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr bleibt das Rück­grat ei­ner um­welt­freund­li­chen und ef­fi­zi­en­ten Mo­bi­li­tät in Deutsch­land“, sag­te Ver­bands­prä­si­dent Jür­gen Fens­ke. Für den Kli­ma­schutz sei wei­te­res Wachs­tum nö­tig, da­zu be­nö­ti­ge man staat­li­che Hil­fe.

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Ver­bands­chef Jür­gen Fens­ke: mit Bus­sen und Bah­nen für den Um­welt­schutz.

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Wer­ner Bau­mann

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