CSU will Flücht­lin­ge so­fort zu­rück­schi­cken

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (AFP/dpa) - Die CSU will in der Flücht­lings- und Si­cher­heits­po­li­tik den Druck auf Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) wei­ter er­hö­hen. Der baye­ri­sche Fi­nanz­mi­nis­ter Markus Sö­der sag­te der „Pas­sau­er Neu­en Pres­se“vom Donnerstag, es sei ab­surd, wenn von Mas­sen­ab­schie­bun­gen die Re­de sei, ob­wohl nur we­ni­ge Men­schen au­ßer Lan­des ge­bracht wür­den. In ei­nem Po­si­ti­ons­pa­pier for­dert die CSU-Lan­des­grup­pe un­ter an­de­rem, im Mit­tel­meer ge­ret­te­te Flücht­lin­ge so­fort nach Nord­afri­ka zu­rück­zu­schi­cken. In der Beschlussvorlage für ih­re Klau­sur­ta­gung vom 4. bis 6. Ja­nu­ar im Klos­ter See­on, heißt es un­ter an­de­rem: „Wir wol­len um­ge­hend auch auf der zen­tra­len Mit­tel­meer­rou­te den Au­to­ma­tis­mus durch­bre­chen, dass al­le ge­ret­te­ten Men­schen nach Eu­ro­pa ge­bracht wer­den.“Mit Staa­ten wie Ägyp­ten oder Tu­ne­si­en sol­len „ent­spre­chen­de Ko­ope­ra­tio­nen“er­reicht wer­den.

In der um­strit­te­ne Fra­ge von Ab­schie­bun­gen ab­ge­lehn­ter Asyl­be­wer­ber nach Af­gha­nis­tan äu­ßer­te sich der­weil Ba­den-Würt­tem­bergs Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann. Grund­sätz­lich sei klar, dass Men­schen, die in Deutsch­land kein Blei­be­recht hät­ten, zu­rück­ge­führt wer­den müss­ten. „Die­se Li­nie ha­ben die Mi­nis­ter­prä­si­den­ten vor zwei Jah­ren mit Kanz­le­rin Mer­kel ver­ein­bart, und die gilt auch für Af­gha­nis­tan“, sag­te der Grü­nen-Po­li­ti­ker in Stutt­gart.

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