Leu­te

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - KULTUR -

Dem un­ter ei­ner Schreib­blo­cka­de lei­den­den Au­tor Max Goldt (58, Foto: dpa) man­gelt es nicht an Ide­en – aber hat Angst, sie auf­zu­schrei­ben. Die et­wa seit 2012 an­dau­ern­de Blo­cka­de be­ru­he auf sei­nen „mons­trö­sen An­sprü­chen“an sich selbst, sag­te er der Wo­chen­zei­tung „Die Zeit“. „Schreib­blo­cka­de wird ge­deu­tet als Aus­ge­trock­net­sein. Dass man kei­ne Ein­fäl­le mehr hät­te. Aber ich ha­be mehr Ein­fäl­le denn je.“Bei ihm hand­le es sich um ei­ne Angst­stö­rung: „Angst vor dem Schei­tern. Angst vor der Mü­he auch, weil die sich nicht loh­nen könn­te.“Er sei aber ziem­lich si­cher, dass er wie­der Pro­sa­tex­te schrei­ben wer­de. „Es stau­en sich so vie­le Ge­dan­ken an, die der Pro­sa­form be­dür­fen. Ir­gend­wann müs­sen sie mal raus.“In jüngs­ter Zeit hat sich Goldt auf Co­mics ver­legt. „Das Ar­bei­ten an den Co­mics fin­de ich schön, weil ich da et­was schrei­ben kann, was in ei­ner St­un­de oder zwei St­un­den fer­tig ist. Man freut sich ja, wenn mal was fer­tig ge­wor­den ist.“Goldt wur­de un­ter an­de­rem als Au­tor des Sa­ti­re­ma­ga­zins „Ti­ta­nic“be­kannt. In die­sem Jahr er­hielt er den Sa­ti­reP­reis „Göt­tin­ger Elch“. (dpa)

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