Beu­ron kann Bann­wald in Öko­punk­te um­mün­zen

Bür­ger­meis­ter Os­ma­kow­ski-Mül­ler zieht Bi­lanz vom ab­ge­lau­fe­nen Jahr

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MESSKIRCH - Von Ve­ra Ro­meu

HAU­SEN IM TAL - In der letz­ten Ge­mein­de­rats­sit­zung des Jah­res hat Bür­ger­meis­ter Ra­pha­el Os­ma­kow­ski-Mil­ler auf ein auf­ga­ben­rei­ches Jahr zu­rück­ge­blickt und Vor­ha­ben an­ge­spro­chen, die 2017 um­ge­setzt wer­den.

Os­ma­kow­ski-Mil­ler sprach über ver­schie­de­ne Bau­maß­nah­men. Das Schul­haus, in dem der Kin­der­gar­ten un­ter­ge­bracht ist, sei be­reits 2015 auf Sa­nie­rungs­fä­hig­keit un­ter­sucht wor­den, das Er­geb­nis sei sehr er­nüch­ternd ge­we­sen. Im kom­men­den Jahr wer­de sich der Ge­mein­de­rat über Lö­sun­gen für die Kin­der­be­treu­ung Ge­dan­ken ma­chen müs­sen. Auch das Rat­haus wur­de un­ter­sucht, das Ge­bäu­de wird 2017 tro­cken­ge­legt.

Das er­wei­ter­te Ab­was­ser­struk­tur­gut­ach­ten hat er­ge­ben, dass ein kom­plet­ter An­schluss der Ab­was­ser­ver­sor­gung von Beu­ron und Irn­dorf an die Klär­an­la­ge in Sig­ma­rin­gen oh­ne die ne­ben der Stre­cke lie­gen­den Ge­mein­den zu teu­er ist, so­dass ein Ab­was­ser­zweck­ver­band zwi­schen den Ge­mein­den Beu­ron und Irn­dorf be­schlos­sen wur­de. Dies be­deu­tet, dass die Ab­wäs­ser von Beu­ron und Irn­dorf nach Nei­din­gen an­ge­schlos­sen wer­den. Bei die­ser Ge­le­gen­heit wer­den Glas­fa­ser­roh­re bis Beu­ron mit­ver­legt. Gu­ten­stein und Thier­gar­ten wer­den zeit­gleich an die Breit­band­ver­sor­gung des Land­krei­ses Sig­ma­rin­gen an­ge­schlos­sen, es wer­de nur noch auf die Zu­schuss­zu­sa­ge des In­nen­mi­nis­te­ri­ums ge­war­tet, sag­te der Bür­ger­meis­ter. Mit der an­ge­dach­ten Nah­wär­me­ver­sor­gung in Hau­sen im Tal wer­den auch hier Glas­fa­ser­roh­re ge­legt. Os­ma­kow­skiMil­ler ap­pel­lier­te an al­le Bür­ger, sich an die Nah­wär­me an­zu­schlie­ßen.

Auf­grund der gu­ten Er­fah­run­gen, die mit der Um­stel­lung der Stra­ßen­be­leuch­tung auf LED-Tech­nik im Orts­teil Beu­ron ge­macht wur­den, hat der Ge­mein­de­rat be­schlos­sen, die gan­ze Ge­mein­de auf LED-Tech­nik um­zu­stel­len, was bei 90 Pro­zent der öf­fent­li­chen Stra­ßen­be­leuch­tung be­reits er­folgt ist.

Im Be­reich Tou­ris­mus gibt es ei­ni­ge Pro­jek­te. Ei­ne öf­fent­li­che Toi­let­te am Rad­weg im Ten­nis­heim wird 2017 ge­baut. Der neu ge­bau­te Wohn­mo­bils­tell­platz in Beu­ron mit ins­ge­samt 21 Plät­zen samt Strom­an­schluss wur­de im Som­mer in Be­trieb ge­nom­men. Der Rad­weg wur­de in die­sem Jahr auf ei­ner Ge­samt­län­ge von rund zehn Ki­lo­me­ter rechts und links ge­mulcht. „Die Kos­ten von rund 10 000 Eu­ro ha­ben sich ge­lohnt. Wir hof­fen, dass wir uns in den nächs­ten Jah­ren hier et­was leich­ter tun wer­den“, sag­te der Schul­tes.

„Ein schö­nes Ge­schenk ist die Öko­punk­te-Ver­ord­nung vom Land Ba­den-Würt­tem­berg“, stellte der Bür­ger­meis­ter fest. Die Ge­mein­de hat 75 Hekt­ar Wald­flä­che, die auf­grund der Steil­la­gen so­wie­so nicht be­wirt­schaf­tet wer­den kön­nen, in Bann­wald um­ge­wid­met. Da­für hat die Ge­mein­de 2 990 000 Öko­punk­te be­kom­men. So kön­nen Bau­maß­nah­men, bei de­nen Öko­punk­te er­for­der­lich sind oder Aus­gleichs­maß­nah­men ge­for­dert wer­den, mü­he­los aus­ge­gli­chen wer­den. Die­se Punk­te kön­nen auch ge­han­delt wer­den, was ak­tu­ell noch nicht so in­ter­es­sant ist, aber in Zu­kunft, wenn die Prei­se der Öko­punk­te stei­gen, für die Ge­mein­de von Vor­teil sein wird.

Ein schwe­res The­ma für die Ge­mein­de wer­de der Ab­bau von hoch­rei­nen Kal­ken am Mit­tel­berg in Thier­gar­ten sein, pro­gnos­ti­zier­te Os­ma­kow­ski-Mil­ler. Er stellte im Na­men der Ge­mein­de klar, dass der Mit­tel­berg be­reits vor Jah­ren als Si­che­rungs­ge­biet für die­sen Roh­stoff aus­ge­wie­sen wur­de. Dies be­deu­te, dass die­ses Ge­biet un­ter Schutz für ei­nen Ab­bau ge­stellt wur­de.

Das Ver­fah­ren, das nun lau­fe, ha­be zum Ziel, mit dem ge­plan­ten Ab­bau des Roh­stof­fes frü­her zu be­gin­nen. „Es war nicht der An­trag der Ge­mein­de Beu­ron, son­dern der des Hau­ses Fürs­ten­berg“, be­ton­te der Bür­ger­meis­ter. Die Emo­tio­nen sei­en in die­sem Be­reich doch sehr hoch ge­gan­gen. Zum Teil wür­den Schrift­sät­ze ver­sandt, die auch be­lei­di­gend sei­en, sagt der Bür­ger­meis­ter.

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