EU er­laubt Hil­fen für Kri­sen­bank Mon­te dei Pa­schi

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

BRÜS­SEL/ROM (dpa) - Ita­li­en darf der Kri­sen­bank Mon­te dei Pa­schi di Sie­na für die nächs­ten Mo­na­te das Über­le­ben si­chern. Die EU-Kom­mis­si­on in Brüs­sel hat nun die ge­plan­ten Hil­fen des ita­lie­ni­schen Staats be­wil­ligt, um mög­li­che Geld­pro­ble­me bei der Bank in den kom­men­den Mo­na­ten zu über­brü­cken. Da­mit mach­te die Kom­mis­si­on er­neut ei­ne Aus­nah­me – ei­gent­lich dür­fen an­ge­schla­ge­ne Ban­ken kei­ne kurz­fris­ti­gen Geld­sprit­zen er­hal­ten.

Ei­ne Ent­schei­dung über die Ge­neh­mi­gung zur Lö­sung des zen­tra­len Pro­blems der lang­fris­ti­gen Ka­pi­tal­stüt­ze durch den Staat ist in­des noch nicht ge­fal­len. Die­ser Schritt ist in Eu­ro­pa po­li­tisch um­strit­ten, da nach neu­en EU-Re­geln ei­gent­lich erst Ak­tio­nä­re und Kre­dit­ge­ber der Bank haf­ten sol­len. Da je­doch in Ita­li­en vie­le Pri­vat­per­so­nen den Ban­ken des Lan­des Geld über An­lei­hen ge­lie­hen ha­ben, will die Re­gie­rung das ver­mei­den.

Mon­te dei Pa­schi braucht nach EZB-Be­rech­nun­gen 8,8 Mil­li­ar­den Eu­ro an fri­schem Ka­pi­tal. Bis­her war stets die Re­de von 5 Mil­li­ar­den Eu­ro. Zu­dem könn­te das Geld auch kurz­fris­tig knapp wer­den, warn­te die Bank An­fang die­ser Wo­che. Die Li­qui­di­täts­la­ge ha­be sich in den ver­gan­ge­nen Wo­chen ver­schlech­tert.

GfK-Füh­rung emp­fiehlt An­nah­me von KKR-An­ge­bot

NÜRN­BERG (dpa) - Vor­stand und Auf­sichts­rat des Nürn­ber­ger Markt­for­schungs­un­ter­neh­mens GfK ha­ben ih­ren Klein­an­le­gern zur An­nah­me des Über­nah­me­an­ge­bot des US-In­ves­tors KKR ge­ra­ten. KKR sei be­reit und in der La­ge, ei­ne auf Wachs­tum aus­ge­rich­te­te Stra­te­gie zu un­ter­stüt­zen, hieß es in ei­ner GfK-Mit­tei­lung vom Frei­tag. Für die An­le­ger wie­der­um sei das KKRAn­ge­bot von 43,50 Eu­ro pro Ak­tie fi­nan­zi­ell at­trak­tiv. Die An­nah­me­frist en­det am 10. Fe­bru­ar 2017.

Süd­west­me­tall­chef: tie­fer Struk­tur­wan­del be­fürch­tet

STUTT­GART (lsw) - Süd­west­me­tall­chef Ste­fan Wolf sieht den Süd­wes­ten an­ge­sichts des Schwenks hin zur Elek­tro­mo­bi­li­tät vor tief­grei­fen­den Ve­rän­de­run­gen. „Die Pro­duk­ti­on in der Fahr­zeug­in­dus­trie wird in 20 Jah­ren kom­plett an­ders aus­se­hen“, sag­te der Chef des Ar­beit­ge­ber­ver­bands der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie. Die Pro­duk­ti­on von Elek­tro­au­tos wer­de deut­lich ein­fa­cher und hoch­au­to­ma­ti­siert sein, sag­te Wolf, der gleich­zei­tig Chef des Au­to­zu­lie­fe­rers El­rin­gK­lin­ger ist.

Dax be­en­det Han­dels­jahr 2016 leicht im Plus

FRANK­FURT (AFP) - Der Deut­sche Ak­ti­en­in­dex (Dax) hat am letz­ten Han­dels­tag des Jah­res um 0,26 Pro­zent zu­ge­legt und das Jahr mit 11 481 Punk­ten be­en­det. Ins­ge­samt stieg der In­dex der 30 größ­ten bör­sen­no­tier­ten Un­ter­neh­men 2016 da­mit um knapp 6,9 Pro­zent.

FO­TO: DPA

Ste­fan Wolf

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