Leu­te

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - KULTUR -

Ei­ne Oper aus der Fe­der der erst elf­jäh­ri­gen bri­ti­schen Kom­po­nis­tin Al­ma Deut­scher (Fo­to: dpa) hat am Don­ners­tag­abend in Wi­en sei­ne deutsch­spra­chi­ge Urauf­füh­rung ge­fei­ert. Die et­wa zwei­ein­halb­stün­di­ge Oper „Cin­de­rel­la“wur­de von den rund 300 Zu­schau­ern in ei­nem Kul­tur­zen­trum mit viel Ap­plaus und Ju­bel quit­tiert. Deut­scher lässt „Cin­de­rel­la“, auf Deutsch „Aschen­put­tel“, in der Welt des Opern­hau­ses spie­len. So ist die bö­se Stief­mut­ter die Che­fin ei­nes Oper­n­en­sem­bles, die eben­so bö­sen Schwes­tern sind Pri­ma­don­nen. Aschen­put­tel ist ei­ne Kom­po­nis­tin. „Cin­de­rel­la“wur­de in ei­ner kür­ze­ren Form als Kam­mer­oper ver­gan­ge­nes Jahr in Is­ra­el auf­ge­führt. Für die Pre­mie­re in Wi­en hat die als Wun­der­kind be­zeich­ne­te Kom­po­nis­tin neu­es Ma­te­ri­al hin­zu­ge­fügt und das Stück voll or­ches­triert. Die Par­ti­tur um­fasst 237 Sei­ten. Die Elf­jäh­ri­ge kom­po­niert nicht nur, son­dern spielt auch Vio­li­ne und Kla­vier, wes­halb sie schon mit dem Mu­sik-Ge­nie Wolf­gang Ama­de­us Mo­zart ver­gli­chen wur­de. (dpa) Der Au­tor der Kin­der­bü­cher um das „Sams“, Paul Maar (79, Fo­to: dpa), be­dau­ert in ei­nem In­ter­view der „Süd­deut­schen Zei­tung“, dass der Kin­der­buch­li­te­ra­tur in Deutsch­land we­nig Re­spekt ent­ge­gen­ge­bracht wer­de. „Ich weiß auch nicht, war­um das Li­te­ra­tur drit­ter Klas­se sein soll, das Feuille­ton nennt das oft auch Ge­brauchs­li­te­ra­tur.“Er selbst ha­be nach wie vor be­geis­ter­te Le­ser. Je­de Wo­che kä­men bis zu zehn Brie­fe von Kin­dern, die er al­le hand­schrift­lich be­ant­wor­te. Maar ver­wies dar­auf, dass es vor al­lem die Mäd­chen sei­en, die den Kin­der­buch­markt am Lau­fen hiel­ten. „Die le­sen zu 80 Pro­zent mehr als Jun­gen.“(KNA) Claus Pey­mann (79, Fo­to: dpa), der­zeit noch Di­rek­tor des Ber­li­ner En­sem­bles, ätzt ge­gen sei­nen Nach­fol­ger Oli­ver Ree­se (52). „Ree­se ist Re­prä­sen­tant ei­ner Ge­ne­ra­ti­on von ge­schei­ten, gut in­for­mier­ten, aber hand­zah­men Ver­wal­tern“, sag­te Pey­mann der „Bild“-Zei­tung. „Ich war im­mer der Mei­nung, dass das Ber­li­ner En­sem­ble von ei­nem Künst­ler ers­ter Ka­te­go­rie ge­führt wer­den muss“, mein­te der Thea­ter­ma­cher. Auch sei­ne Kri­tik am de­si­gnier­ten neu­en Volks­büh­nen­In­ten­dan­ten, dem bel­gi­schen Mu­se­ums­fach­mann und Kul­tur­ma­na­ger Chris Der­con, er­neu­er­te Pey­mann. Der­con über­schät­ze sich ge­wal­tig. Der­con löst im Som­mer 2017 den lang­jäh­ri­gen Volks­büh­nen-In­ten­dan­ten Frank Cas­torf ab. (dpa)

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