Abba Gold lässt die 70er-Jah­re wie­der er­klin­gen

Gro­ßes Kon­zert der Co­ver­band in der Stadt­hal­le weckt nost­al­gi­sche Gefühle

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SIGMARINGEN - Von Cäci­lia Krö­nert

SIG­MA­RIN­GEN - „Abba Gold – The Con­cert Show“hat am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag in der Sig­ma­rin­ger Stadt­hal­le gas­tiert. Die Le­gen­de lebt. Rund 700 Be­su­cher fei­er­ten ei­ne aus­ge­las­se­ne Par­ty zu den Hits der le­gen­dä­ren schwe­di­schen Grup­pe, die sich 1982 auf­ge­löst hat­te.

„Mo­ney, Mo­ney, Mo­ney“, „Dan­cing Queen“, „The Win­ner Ta­kes It All“, „Wa­ter­loo“– die Zu­schau­er ka­men aus dem Klat­schen und Mit­sin­gen gar nicht mehr her­aus. Ein klei­ner Wer­muts­trop­fen: Die Stadt­hal­le war nicht auf­stei­gend ge­stuhlt. Die Gäs­te in den hin­te­ren Rei­hen hat­ten ei­ne schlech­te Sicht und wa­ren da­mit nicht sehr glück­lich.

Glit­zer­stie­fel mit Pla­teau­soh­le, kur­ze, knap­pe Sa­tin­kos­tü­me, Dis­coPop vom Feins­ten, Ag­net­has blau­es Out­fit mit Plu­der­ho­se und Hä­kel­kap­pe oder An­ni-Frids mar­kan­ter lan­ger Rock, al­les in der Sig­ma­rin­ger Stadt­hal­le ent­sprach ziem­lich dem Ab­baAuf­tritt von 1974.

Die un­ver­ges­se­nen Songs von Ag­ne­tha (Deb­bie Watt), An­ni-Frid (Clai­re Trus­son), Björn und Ben­ny sorg­ten für gro­ße Be­geis­te­rungs­stür­me. 120 Mi­nu­ten ging es für al­le Fans auf ei­ne klei­ne Zei­t­rei­se zu­rück in die 1970er-Jah­re. Es wur­de auf­ge­stan­den, mit­ge­klatscht, mit­ge­sun­gen und via Smart­pho­ne mit­ge­filmt und schein­bar end­los fo­to­gra­fiert. „Die bes­ten Bil­der könnt ihr auf un­se­re Face­book-Sei­te pos­ten“, sag­te Pia­nist Ben­ny ali­as Adam Flet­scher, na­tür­lich in Eng­lisch. Doch al­le ha­ben ihn ver­stan­den. Zu dem Hit „Fer­nan­do“for­der­te Björn, dar­ge­stellt von Will Te­en­ay, das Pu­bli­kum auf, die Han­dys mit ein­ge­schal­te­ter Ta­schen­lam­pe zu schwen­ken. Am Bass wur­den die Mu­si­ker von Chris­toph Dub­bel aus Kas­sel und an den Drums von Bernd „Bar­ny“Jun­ker aus Bre­men bes­tens un­ter­stützt.

Die vier cha­ris­ma­ti­schen Dou­bles lie­ßen die Eu­pho­rie der 70er­jJah­re wie­der auf­le­ben. Ne­ben al­len Su­per­hits wie „Thank You For the Mu­sic“, „Mam­ma mia“, „SOS“, „Su­per Trou­per”, „Chi­qui­ti­ta” und vie­len an­de­ren mehr, las­sen auch die Cho­reo­gra­fie und das dem Ge­schmack der Sieb­zi­ger­jah­re an­ge­pass­te Büh­nen­de­sign das Pu­bli­kum in die Il­lu­si­on ein­tau­chen. Pro­du­zent Wer­ner Leo­nard, ehe­ma­li­ger künst­le­ri­scher Lei­ter und Pro­du­zent von Abba Ma­nia, leg­te gro­ßen Wert dar­auf, die ge­sam­te Dar­bie­tung so le­ben­dig und ori­gi­nal­ge­treu wie mög­lich zu in­sze­nie­ren:

Aus Re­spekt vor der schwe­di­schen Kult­band und ih­rem ein­ma­li­gen Le­bens­werk soll die Show nicht nur mu­si­ka­lisch ein ein­drucks­vol­les Re­vi­val sein. Die Dar­bie­tung soll das Abba-Fee­ling mit heu­ti­gen tech­ni­schen und mu­si­ka­li­schen Mit­teln im Hier und Jetzt prä­sen­tie­ren. Über 20 Hits prä­sen­tier­ten die Künst­ler ih­rem Pu­bli­kum und sie wur­den für ihr über zwei St­un­den an­dau­ern­des Pro­gramm mit to­sen­dem, fast end­lo­sem Ap­plaus be­lohnt.

FO­TO: CÄCI­LIA KRÖ­NERT

„An­ni-Frid“(Clai­re Trus­son) und Ag­ne­tha (Deb­bie Watt) las­sen die Kult­band wie­der auf­er­ste­hen.

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