VfB zieht po­si­ti­ve Zwi­schen­bi­lanz

Vol­ley­ball-Bun­des­li­ga: Für Vi­tal Heynen sind al­le 13 Spie­ler wich­tig

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - REGIONALSPORT - Von Gi­u­sep­pe Tor­re­man­te

FRIED­RICHS­HA­FEN - Die Vol­ley­bal­ler des VfB Fried­richs­ha­fen be­en­den das Jahr mit ei­ner po­si­ti­ven Zwi­schen­bi­lanz. Platz eins in der Bun­des­li­ga, Fi­na­le im DVV-Po­kal er­reicht und in der Cham­pi­ons Le­ague kann das Team vom Bo­den­see die Play-offs er­rei­chen. Zum Auf­takt der Sai­son hol­te Trai­ner Vi­tal Heynen mit sei­nem Team den Su­per­cup. Von nichts kommt aber nichts.

In den nächs­ten Ta­gen wird Vi­tal Heynen vie­le Vier-Au­gen-Ge­sprä­che füh­ren. Er zieht mit al­len sei­nen Spie­lern Bi­lanz. An­hand der Sta­tis­tik be­spricht er mit sei­nen Pro­fis die Stär­ken und Schwä­chen. „Das sind ganz wich­ti­ge Ge­sprä­che, da­mit je­der Spie­ler weiß, wo er steht und vor al­lem auch das Ge­fühl be­kommt, dass er ge­braucht wird“, sagt Heynen. Das ist der Weg, den Heynen von Be­ginn an ver­folgt hat. Die Spie­ler fol­gen ihm. „Wer sich auf sei­ne Stamm­sechs be­schränkt, der hat auf Dau­er kei­nen Er­folg“, meint Heynen.

Wie wich­tig mo­ti­vier­te Spie­ler sind, hat sich im Lau­fe der Sai­son ge­zeigt. Al­le, die aufs Feld ka­men, konn­ten dem Team hel­fen. Das war das Ent­schei­den­de. Und wenn ein­mal ein Auf­schlag da­ne­ben ging, dann än­der­te das nichts an der Tat­sa­che, dass der Spie­ler ein wich­ti­ger Be­stand­teil des Teams ist.

Im letz­ten Bun­des­li­ga­spiel des Jah­res hat der VfB beim TV Rot­ten­burg (3:1-Sieg) ei­nen fürch­ter­li­chen ers­ten Satz ge­spielt. Es klapp­te sehr we­nig, im An­griff fast nichts. Die Wech­sel brach­ten den VfB auf Kurs. Im zwei­ten Satz kam beim Stan­de von 20:15 Ja­kob Günt­hör für Ge­org Klein. Dem Mit­tel­blo­cker des VfB, der im Ver­gleich zu sei­nen Mann­schafts­kol­le­gen nicht so vie­le Spiel­an­tei­le hat, ge­lan­gen drei Punk­te (21:15, 23:16, 25:18).

Ein wei­te­rer Be­leg, wie fo­kus­siert al­le sind, zeig­te sich am En­de des drit­ten Sat­zes, das der VfB do­mi­nier­te. Zu­spie­ler To­mas Ko­ci­an, der im ers­ten Durch­gang beim Stan­de von 14:20 für Si­mon Ti­scher Platz ma­chen muss­te, kam zum Auf­schlag. Mit ei­nem Ass be­en­de­te er den Durch­gang.

Un­ter sei­nen Mög­lich­kei­ten blieb da­ge­gen Dia­go­nal­an­grei­fer Da­ni­el Ma­le­scha. Es gab aber kei­ne Kri­tik. „Der Sport ist so. Wenn es nicht läuft, dann muss man dar­über re­den und im Trai­ning sich das Selbst­ver­trau­en wie­der ho­len“, be­tont Heynen. Für den VfB-Trai­ner ist die Ana­ly­se der Feh­ler ein wich­ti­ger Be­stand­teil sei­ner Ar­beit. Nur so kommt ei­ne Mann­schaft vor­an. Am Mon­tag geht es wei­ter Die Spie­ler hat­ten am Frei­tag noch ein­mal Trai­ning und be­ka­men dann an Sil­ves­ter und Neu­jahr frei. Ab Mon­tag bit­tet Heynen sei­ne Pro­fis wie­der zum Trai­ning. Die gu­te sport­li­che Si­tua­ti­on des VfB ist ei­ne Mo­ment­auf­nah­me – mehr nicht. „Um wei­ter er­folg­reich zu sein, müs­sen wir re­gel­mä­ßig an un­se­ren Schwä­chen ar­bei­ten. Das ist der Weg, den al­le mit­ge­hen müs­sen“, sag­te Heynen. Der Er­folg gibt ihm recht.

FO­TO: UL­MER

So re­det kein zu­frie­de­ner Trai­ner. Vi­tal Heynen kann ge­gen­über sei­ner Mann­schaft (im ers­ten Satz ge­gen Rot­ten­berg) auch laut wer­den, aber er bleibt im­mer sach­lich.

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