Zu Sil­ves­ter gibt’s ei­ne Ex­tra-Se­kun­de

Weil die Erd­um­dre­hung ein we­nig län­ger als 24 St­un­den dau­ert, müs­sen un­se­re Uh­ren von Zeit zu Zeit an­ge­passt wer­den

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINE SEITE -

Wenn wir am Sams­tag Sil­ves­ter fei­ern, wird die Nacht ei­ne Se­kun­de län­ger dau­ern als üb­lich. Das liegt an der so­ge­nann­ten Schalt­se­kun­de. Sie muss al­le paar Jah­re ein­ge­fügt wer­den, da­mit un­se­re Uh­ren wie­der mit der Dreh­be­we­gung der Er­de über­ein­stim­men.

Die Er­de braucht näm­lich nicht ex­akt 24 St­un­den (oder um­ge­rech­net 86 400 Se­kun­den), um sich ein­mal um sich selbst zu dre­hen, son­dern im­mer ein klein we­nig län­ger. Um dies aus­zu­glei­chen, wer­den die Uh­ren von Zeit zu Zeit neu ge­stellt, man­che noch per Hand. Meis­tens wird die zu­sätz­li­che Se­kun­de aber au­to­ma­tisch ein­ge- fügt, weil die Uh­ren über Funk ge­steu­ert wer­den. Wich­tig ist das zum Bei­spiel bei öf­fent­li­chen Uh­ren wie den Bahn­hofs­uh­ren. Das Funk­si­gnal er­hal­ten sie über ei­nen Sen­der von der Atom­uhr in der Phy­si­ka­li­schTech­ni­schen Bun­des­an­stalt in Braun­schweig. Die­se ist un­vor­stell­bar ge­nau: In ei­nem Jahr geht sie ge­ra­de mal ei­ne mil­li­ons­tel Se­kun­de nach.

Die Ex­trase­kun­de ist nicht je­des Jahr nö­tig. Aber wür­de sie gar nicht ein­ge­fügt, dann ver­schö­ben sich die Zeit­an­ga­ben ge­gen­über den Erd­um­dre­hun­gen im­mer wei­ter. So wür­de die Son­ne in ein paar Mil­lio­nen Jah­ren erst mit­tags um zwölf Uhr auf­ge­hen.

FO­TO: DPA

Die Atom­uhr in Braun­schweig geht auf die mil­li­ons­tel Se­kun­de ge­nau. Nach ihr rich­ten sich die Funk­uh­ren.

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