Sie­mens-Chef geht in die Ver­län­ge­rung

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

MÜN­CHEN (dpa) - Ver­län­ge­rung für Sie­men­sChef Joe Ka­e­ser: Der TopMa­na­ger soll den Elek­tro­kon­zern wei­te­re zwei­ein­halb Jah­re auf die Zu­kunft vor­be­rei­ten. Der Auf­sichts­rat ver­län­ger­te sein Man­dat vor­zei­tig bis zur Haupt­ver­samm­lung im Jahr 2021, wie Sie­mens am Don­ners­tag in Mün­chen mit­teil­te. „Herr Ka­e­ser hat die Neu­aus­rich­tung von Sie­mens in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit gro­ßem En­ga­ge­ment und Un­ter­neh­mer­geist vor­an­ge­trie­ben“, er­klär­te Chef­auf­se­her Ger­hard Crom­me. „Er ist nicht nur Ga­rant des Er­fol­ges, son­dern auch der Sta­bi­li­tät in zu­neh­mend un­ru­hi­gen Zei­ten.“

Ka­e­ser steht seit vier Jah­ren an der Spit­ze des Elek­tro­kon­zerns. Die vor­zei­ti­ge Ver­län­ge­rung kommt nicht über­ra­schend, denn der 60Jäh­ri­ge hat viel in Be­we­gung ge­setzt und den Kon­zern­um­bau bis 2020 aus­ge­legt. Als er den Chef­pos­ten Mit­te 2013 von Pe­ter Lö­scher über­nahm, herrsch­te nach meh­re­ren Ge­winn­war­nun­gen in Fol­ge tie­fe Ve­r­un­si­che­rung. Ka­e­ser rich­te­te das Un­ter­neh­men auf die wachs­tums­träch­ti­gen Ge­schäfts­fel­der

Dro­ge­rie­ket­te Mül­ler schafft die Er­trags­wen­de

ULM (mö) - Der Ul­mer Dro­ge­rie­kon­zern Mül­ler schreibt wie­der schwar­ze Zah­len: Im Kon­zern­ab­schluss für das Ge­schäfts­jahr 2015/16, der jetzt im Bun­des­an­zei­ger ver­öf­fent­licht wur­de, ist zum 30. Ju­ni 2016 ein Ge­winn von 116 Mil­lio­nen aus­ge­wie­sen. Im Ge­schäfts­jahr 2014/15 hat­te Mül­ler noch ein Mi­nus von 264 Mil­lio­nen Eu­ro ver­bucht: De­vi­sen­spe­ku­la­tio­nen von Kon­zern­pa­tri­arch Er­win Mül­ler hat­ten die Grup­pe ge­hö­rig un­ter Zug­zwang ge­setzt. Der Um­satz von Mül­ler lag nach In­for­ma­tio­nen der „Schwä­bi­schen Zei­tung“im ab­ge­lau­fe­nen Ge­schäfts­jahr 2016/17 bei 4,3 Mil­li­ar­den Eu­ro.

BMW stei­gert im zwei­ten Quar­tal Ge­winn und Um­satz

MÜN­CHEN (AFP) - Der Au­to­bau­er BMW hat an­ge­trie­ben durch die Aus­fuhr neu­er Mo­del­le im zwei­ten Quar­tal Ge­winn und Um­satz ge­stei­gert. Wie das Un­ter­neh­men mit­teil­te, stieg der Net­to­ge­winn von April bis Ju­ni im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum um 13,6 Pro­zent auf 2,2 Mil­li­ar­den Eu­ro. Der Quar­tals­um­satz be­lief sich auf 25,8 Mil­li­ar­den Eu­ro, das war ein Plus von 3,1 Pro­zent. An­ge­trie­ben wur­den die Zah­len BMW zu­fol­ge un­ter an­de­rem durch den „er­folg­rei­chen Markt­start“der neu­en 5er Rei­he.

Deut­sche Te­le­kom wird beim Ge­winn op­ti­mis­ti­scher

BONN (dpa) - Die Deut­sche Te­le­kom traut sich dank des brum­men­den US-Mo­bil­funk­ge­schäfts auf Jah­res­sicht et­was mehr ope­ra­ti­ven Ge­winn zu. Das geht aus dem Zwi­schen­be­richt zum zwei­ten Quar­tal her­vor. Zum Op­ti­mis­mus trägt so­wohl das wei­ter kräf­ti­ge Wachs­tum in den USA bei als auch das sta­bi­le Ab­schnei­den in Deutsch­land und Eu­ro­pa. Der Ge­samt­um­satz be­trug zwi­schen April und En­de Ju­ni 18,9 Mil­li­ar­den Eu­ro, ein Plus von sechs Pro­zent ge­gen­über dem Vor­jah­res­zeit­raum. Un­ter dem Strich blieb mit 874 Mil­lio­nen Eu­ro gut 40 Pro­zent mehr Ge­winn üb­rig.

Nach­fra­ge nach Smart­pho­nes in Deutsch­land un­ge­bro­chen

BERLIN (AFP) - Die Nach­fra­ge nach Smart­pho­nes in Deutsch­land ist wei­ter­hin un­ge­bro­chen. Wie der Di­gi­tal­ver­band Bit­kom pro­gnos­ti­zier­te, wer­den in die­sem Jahr rund 24,1 Mil­lio­nen Smart­pho­nes ver­kauft, das ent­spricht un­ge­fähr dem Ab­satz des ver­gan­ge­nen Jah­res. Die Um­sät­ze dürf­ten da­nach um vier Pro­zent zu­le­gen. Das liegt vor al­lem an der ge­stie­ge­nen Nach­fra­ge nach grö­ße­ren Ge­rä­ten, so­ge­nann­ten Pha­blets, die auch teu­rer sind. Di­gi­ta­li­sie­rung, Au­to­ma­ti­sie­rung und Elek­tri­fi­zie­rung aus. Hier ge­be es auch noch viel zu tun, er­klär­te der Sie­mens-Chef am Don­ners­tag.

Da­zu ge­hö­ren auch die Bör­sen­plä­ne für die be­reits selbst­stän­di­ge Me­di­zin­tech­nik na­mens „He­alt­hineers“. Im ers­ten Halb­jahr 2018 soll der Gang aufs Par­kett er­fol­gen – ob in den USA oder in Deutsch­land ließ Fi­nanz­vor­stand Ralf Tho­mas of­fen. Die USA gel­ten we­gen ho­her Bör­sen­be­wer­tun­gen für Me­di­zin­tech­ni­kUn­ter­neh­men als at­trak­tiv. Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter hat­ten sich aber ge­gen ei­nen US-Bör­sen­gang ge­stellt, weil sie ei­ne Aus­höh­lung der Mit­be­stim­mung fürch­ten.

Ge­schäft­lich lief es im drit­ten Quar­tal des lau­fen­den Ge­schäfts­jah­res (30. Sep­tem­ber) eher durch­wach­sen. Der Auf­trags­ein­gang gab um sechs Pro­zent auf 19,8 Mil­li­ar­den Eu­ro nach. Der Kon­zern­um­satz leg­te hin­ge­gen um acht Pro­zent auf 21,4 Mil­li­ar­den Eu­ro zu. Auch beim Ge­winn schnitt Sie­mens mit knapp 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro et­was bes­ser ab als vor Jah­res­frist (rund 1,4 Mil­li­ar­den Eu­ro).

Ma­schi­nen­bau­er kri­ti­sie­ren neue US-Russ­lands­ank­tio­nen

FRANKFURT (dpa) - Deutsch­lands Ma­schi­nen­bau­er war­nen vor mög­li­chen Ri­si­ken für die Bran­che durch die neu­en US-Sank­tio­nen ge­gen Russ­land. „Die Ame­ri­ka­ner wen­den ihr Recht auf Drit­te an, das ist völ­ker­rechts­wid­rig“, sag­te Ul­rich Acker­mann, Lei­ter der Au­ßen­wirt­schafts­ab­tei­lung des Bran­chen­ver­bands VDMA. Die nicht mit der EU ab­ge­stimm­ten Straf­maß­nah­men neh­men un­ter an­de­rem den für Russ­land wich­ti­gen Ener­gie­sek­tor ins Vi­sier. Sie kön­nen aber auch Fir­men aus an­de­ren Län­dern tref­fen, die sich an der In­stand­set­zung, Mo­der­ni­sie­rung oder am Aus­bau rus­si­scher Ex­port­pipe­lines be­tei­li­gen. Be­trof­fen sein könn­ten Her­stel­ler von Rohr­ver­le­gungs­an­la­gen, Bau­ma­schi­nen oder Pum­pen. Zu­dem be­ste­he die Ge­fahr, dass sich Ban­ken aus Sor­ge vor Stra­fen in den USA im Russ­land­ge­schäft zu­rück­hal­ten könn­ten.

Ha­cker-An­griff bremst Um­satz von Bei­ers­dorf

HAM­BURG (dpa) - Der schwe­re Ha­cker-An­griff En­de Ju­ni hat den Ni­vea-Her­stel­ler Bei­ers­dorf vor­über­ge­hend rund 35 Mil­lio­nen Eu­ro Um­satz ge­kos­tet. In den ers­ten sechs Mo­na­ten er­höh­te sich der Um­satz des Kon­zerns aus ei­ge­ner Kraft um 3,3 Pro­zent ge­gen­über dem glei­chen Zei­t­raum des Vor­jah­res auf 3,51 Mil­li­ar­den Eu­ro, teil­te Bei­ers­dorf am Don­ners­tag in Ham­burg mit. Oh­ne die Atta­cke auf die Com­pu­ter­sys­te­me des Un­ter­neh­mens wä­ren es 4,4 Pro­zent ge­we­sen. Die Um­sät­ze wür­den im drit­ten Quar­tal nach­ge­holt, sag­te Bei­ers­dorf-Chef Ste­fan F. Hei­den­reich. Ab­ge­se­hen von dem Ha­ckerAn­griff lie­fen die Ge­schäf­te von Bei­ers­dorf rund. Der Ge­winn des Kon­zerns vor Zin­sen und Steu­ern (Ebit) ver­bes­ser­te sich um 9,3 Pro­zent auf 561 Mil­lio­nen Eu­ro.

Tes­la-Chef Musk sieht Mo­del-3-Fer­ti­gung auf Kurs

PALO ALTO (dpa) - Der Elek­tro­au­to­bau­er Tes­la hat die Er­war­tun­gen im zwei­ten Quar­tal über­trof­fen und liegt bei der Pro­duk­ti­on des Mo­del 3 im Plan. Ver­g­li­chen mit dem Vor­jah­res­wert spran­gen die Er­lö­se um rund 120 Pro­zent auf 2,8 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (2,4 Mil­li­ar­den Eu­ro) in die Hö­he, wie der Kon­zern von Tech-Mil­li­ar­där Elon Musk mit­teil­te. Der Ver­lust stieg we­gen ho­her Aus­ga­ben im Zu­ge des Pro­duk­ti­ons­starts des Mo­del 3 von 293 auf 336 Mil­lio­nen US-Dol­lar. In ei­nem Brief an die Ak­tio­nä­re ver­kün­de­te Fir­men­chef Musk nun, dass Tes­la auf Kurs sei, al­le zu­vor aus­ge­ge­be­nen Zie­le bei der Fer­ti­gung des Mo­del 3 zu er­rei­chen.

FO­TO: DPA

Joe Ka­e­ser

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.