Nach Flug­zeug­ab­sturz am Bo­den­see Lei­chen in ge­bor­ge­nem Wrack ge­fun­den

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN -

KON­STANZ (lsw) - Nach dem Ab­sturz ei­nes Klein­flug­zeugs am Bo­den­see sind auch die ums Le­ben ge­kom­me­nen In­sas­sen ge­bor­gen wor­den. Die sterb­li­chen Über­res­te des 74 Jah­re al­ten Pi­lo­ten und sei­ner 75 Jah­re al­ten Part­ne­rin sei­en in

Wie­der Pan­ne in Atom­kraft­werk Fes­sen­heim

STRASSBURG (dpa) - Im um­strit­te­nen el­säs­si­schen Atom­kraft­werk Fes­sen­heim an der Gren­ze zu Ba­den-Würt­tem­berg ist es bei War­tungs­ar­bei­ten zu ei­ner Pan­ne ge­kom­men. Ein Bau­stel­len­ka­bel hät­te ver­mut­lich das Schlie­ßen ei­ner Schleu­se zum ra­dio­ak­ti­ven Be­reich des Re­ak­tors 1 ver­hin­dern kön­nen, wie der Be­trei­ber EDF be­rich­te­te. Der Re­ak­tor war im Ju­li für ei­ni­ge Wo­chen an­ge­hal­ten wor­den, um ei­nen Teil der Brenn­stä­be aus­zu­tau­schen und die An­la­ge zu war­ten. Der Vor­fall er­eig­ne­te sich am Frei­tag ver­gan­ge­ner Wo­che. Er ha­be kei­ne Aus­wir­kun­gen auf die Si­cher­heit der An­la­ge ge­habt, so der Be­trei­ber. Die fran­zö­si­sche Atom­auf­sicht sei über ei­nen Fall der Stu­fe eins in­for­miert wor­den. Die Ska­la reicht bis zur Stu­fe sie­ben, dies ist dann ein schwe­rer Un­fall. Deutsch­land und Um­welt­schüt­zer se­hen das äl­tes­te fran­zö­si­sche Atom­kraft­werk schon lan­ge als Si­cher­heits­ri­si­ko.

Wolf: Auf­for­de­rung zum Sui­zid soll straf­bar sein

STUTT­GART (lsw) - Ba­den-Würt­tem­bergs Jus­tiz­mi­nis­ter Gui­do Wolf (CDU) will nach ei­nem Vor­fall in Ba­den-Ba­den da­für sor­gen, dass die Auf­for­de­rung zum Sui­zid künf­tig straf­bar ist. „Wenn aus nack­ter Sen­sa­ti­ons­gier Men­schen zum Sui­zid auf­ge­for­dert wer­den, ist das aus mei­ner Sicht un­be­dingt straf­wür­dig“, sag­te Wolf. Die Rechts­la­ge sei völ­lig un­be­frie­di­gend. Des­we­gen will sich er sich den An­ga­ben zu­fol­ge bei der Jus­tiz­mi­nis­ter­kon­fe­renz da­für ein­set­zen, dass hier ei­ne Ge­set­zes­lü­cke ge­schlos­sen wird. An­fang Au­gust hat­ten Schau­lus­ti­ge ei­nen Mann auf ei­nem Ho­tel­vor­dach in Ba­den-Ba­den zum Sprung in die Tie­fe auf­ge­for­dert. Gaf­fer film­ten laut Po­li­zei die Sze­ne. Das sorg­te bun­des­weit für Ent­set­zen. Ge­gen­wind kam von der FDP. „Nicht je­des kri­tik­wür­di­ge Ver­hal­ten darf straf­bar wer­den“, teil­te der rechts­po­li­ti­sche Spre­cher der Land­tags­frak­ti­on, Ni­co Wein­mann, am Don­ners­tag mit. dem am Vor­tag aus dem Was­ser ge­ho­be­nen Flug­zeug­wrack ge­fun­den wor­den, teil­te die Po­li­zei am Don­ners­tag mit. Bei­de Op­fer stam­men aus der Schweiz. Der Pi­lot wer­de auf An­trag der Staats­an­walt­schaft ob­du­ziert. Wei­te­re Ber­gungs­maß­nah­men sei­en der­zeit nicht ge­plant.

Die Pro­pel­ler­ma­schi­ne vom Typ Pi­per Ma­li­bu war am Di­ens­tag mit zwei Men­schen an Bord in Zü­rich ge­star­tet und we­nig spä­ter na­he der Blu­men­in­sel Main­au ins Was­ser ge­stürzt.

Für die Bun­des­stel­le für Flug­un­fall­un­ter­su­chung be­ginnt nun die akri­bi­sche Su­che nach der Ur­sa­che. Dass die Un­glücks­stel­le im Was­ser lie­ge, stel­le die Er­mitt­ler vor be­son­de­re Her­aus­for­de­run­gen, sag­te Pres­se­spre­cher Ger­mout Frei­tag am Don­ners­tag. Zum ei­nen kön­ne sich da­durch die La­ge des Wracks än­dern. „So wie es auf der Ober­flä­che auf­ge­kom­men ist, liegt es nicht mehr am Grund.“Ein­zel­ne Tei­le könn­ten auch weg­ge­schwemmt wer­den. Bis ein ab­schlie­ßen­der Un­ter­su­chungs­be­richt vor­ge­legt wer­de, wer­de es ei­ne Wei­le dau­ern, sag­te Frei­tag.

Fünf­tes kopf­lo­ses Reh bei Ulm ge­fun­den

ULM (lsw) - Ei­ne Rei­te­rin hat be­reits am Mon­tag im Ge­biet „Mai­en­wald“bei Ulm-Er­min­gen ein jun­ges Reh oh­ne Kopf ge­fun­den, so ein Po­li­zei­spre­cher. Nach An­ga­ben der Po­li­zei vom Don­ners­tag trenn­te ein Un­be­kann­ter den Kopf des Tie­res mit ei­nem Mes­ser ab und nahm ihn mit. Nach An­ga­ben des zu­stän­di­gen Jagd­päch­ters han­delt es sich be­reits um das fünf­te Reh in­ner­halb ei­nes Jah­res, das in sei­nem Be­reich der­art zu­ge­rich­tet ent­deckt wur­de. Hin­wei­se auf den Tä­ter gibt es bis­lang nicht. Un­klar ist auch, wie der Wil­de­rer das Tier er­legt hat.

Hun­ger­streik in Ra­vens­bur­ger Ge­fäng­nis

RA­VENS­BURG (jab) - Drei In­sas­sen der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt Ra­vens­burg ver­wei­gern ak­tu­ell das Es­sen. Mit dem Hun­ger­streik wol­len sie un­ter an­de­rem für bes­se­re Haft­be­din­gun­gen pro­tes­tie­ren. Der Vor­wurf der Ge­fan­ge­nen: Ih­re frei ver­füg­ba­re Zeit sei von der An­stalts­lei­tung zu ih­ren Un­guns­ten ein­ge­schränkt wor­den. Sie könn­ten nun nicht mehr in aus­rei­chen­dem Ma­ße mit ih­ren An­ge­hö­ri­gen te­le­fo­nie­ren, Sport trei­ben oder du­schen. Das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um in Stutt­gart und die Ra­vens­bur­ger An­stalts­lei­tung be­stä­ti­gen, dass es im Fe­bru­ar die­ses Jah­res Än­de­run­gen bei der Frei­zeit­ge­stal­tung ge­ge­ben ha­be – al­ler­dings wür­den die­se nicht zu Ein­schrän­kun­gen füh­ren. „Ziel die­ser Än­de­run­gen war, die Über­sicht­lich­keit und da­mit Si­cher­heit und Ord­nung in den Haft­ab­tei­lun­gen zu stär­ken und gleich­zei­tig be­hand­lungs­ori­en­tier­te Ge­fan­ge­ne zu un­ter­stüt­zen“, so der Ra­vens­bur­ger JVA-Chef Tho­mas Mö­nig. Ihm zu­fol­ge gab und gibt es be­züg­lich der Frei­zeit­ge­stal­tung Ge­sprä­che zwi­schen der An­stalts­lei­tung und der Ge­fan­ge­nen­ver­tre­tung.

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Die Trüm­mer des Klein­flug­zeu­ges wa­ren am Mitt­woch aus dem Bo­den­see ge­bor­gen wor­den.

FO­TO: SZ

Tho­mas Mö­nig

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