Po­li­tik zum Ab­ge­wöh­nen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - Von Ras­mus Buch­stei­ner po­li­tik@schwa­ebi­sche.de ●»

Die De­bat­te am Don­ners­tag war Po­li­tik zum Ab­ge­wöh­nen, ein Tief­punkt: Ab­ge­ord­ne­te, die sich ge­gen­sei­tig mit Vor­wür­fen über­zie­hen. Streit, bei der nicht mehr die Sa­che im Mit­tel­punkt steht, son­dern nur Ge­län­de­ge­winn, Tak­tik und Kal­kül. In Nie­der­sach­sen geht es der­zeit mehr um In­tri­gen, Hin­ter­zim­mer-Ab­spra­chen, Durch­ste­che­rei­en und Ver­schwö­rungs­theo­ri­en als um Po­li­tik. Wird die Aus­ein­an­der­set­zung in die­sem Stil fort­ge­führt, darf sich nie­mand über zu­neh­men­de Wah­lent­hal­tung und Po­li­tik­ver­dros­sen­heit wun­dern.

Glaubt man den jüngs­ten Da­ten der De­mo­sko­pen, sind bei­de Sei­ten der­zeit oh­ne Mehr­heit. Die jüngs­ten Um­fra­gen zei­gen zwar, dass die po­li­ti­sche Stim­mung in Nie­der­sach­sen in Be­we­gung ist, aber sie för­dern auch gro­ße Wi­der­sprüch­lich­kei­ten zu­ta­ge. Zwar will ei­ne kla­re Mehr­heit, dass Re­gie­rungs­chef Weil im Amt bleibt, sei­ne SPD aber liegt mit gro­ßem Ab­stand hin­ter der CDU. Schwar­zG­rün wä­re rech­ne­risch mög­lich, nach der Cau­sa Twes­ten ist ein sol­ches Bünd­nis aber kaum denk­bar. Am En­de könn­te ei­ne Gro­ße Ko­ali­ti­on die ein­zi­ge rea­lis­ti­sche Kon­stel­la­ti­on sein und da­mit aus­ge­rech­net ein Bünd­nis je­ner Par­tei­en, die ein­an­der im Au­gen­blick am feind­se­ligs­ten ge­gen­über­ste­hen.

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