BGH: An­er­ken­nung der Be­rufs­un­fä­hig­keit er­leich­tert

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

KARLS­RU­HE (AFP) - Ver­si­che­rer dür­fen die Leis­tun­gen aus ei­ner pri­va­ten Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung nicht klein­rech­nen. Wie der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) in Karls­ru­he ent­schied, ist die Be­ein­träch­ti­gung der ge­sam­ten Ar­beit bei der Be­rech­nung maß­geb­lich, nicht nur der Zeit­an­teil ein­zel­ner Tä­tig­kei­ten, die der Ver­si­cher­te nicht mehr aus­üben kann. (Az: IV ZR 535/15). Die Klä­ge­rin war in Voll­zeit bei ei­ner Mün­che­ner An­walts­kanz­lei als Haus­wirt­schaf­te­rin be­schäf­tigt. Zu ih­ren Auf­ga­ben ge­hör­ten Ein­käu­fe, das Zu­be­rei­ten ei­nes Mit­tag­es­sens für 15 bis 30 Men­schen so­wie das Put­zen der Kanz­lei­räu­me. Im März 2007 stürz­te die Frau auf ei­ner Trep­pe. Ih­re Tä­tig­keit in der Kanz­lei muss­te sie auf­ge­ben. Die Haus­wirt­schaf­te­rin macht gel­tend, sie sei zu mehr als 50 Pro­zent be­rufs­un­fä­hig und ha­be aus ih­rer pri­va­ten Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung An­spruch auf ei­ne Ren­te. Die in den Vor­in­stan­zen ge­hör­ten Sach­ver­stän­di­gen ka­men da­ge­gen nur auf 20 Pro­zent.

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