Un­fall in Bio­gas-An­la­ge: Ei­gen­tü­mer hat­te wo­mög­lich kei­ne Be­triebs­er­laub­nis

Schwaebische Zeitung (Pfullendorf) - - WIR IM SÜDEN - ENGS­TIN­GEN

(ist/lsw) - Nach dem Aus­tritt von 1,5 Mil­lio­nen Li­tern Schad­stoff aus ei­ner Bio­gas­an­la­ge in Engs­tin­gen (Land­kreis Reut­lin­gen) er­mit­teln die Be­hör­den wei­ter zu den Hin­ter­grün­den. Es be­ste­he der An­fangs­ver­dacht des un­er­laub­ten Be­trei­bens von An­la­gen, teil­te die Staats­an­walt­schaft Tübingen auf An­fra­ge am Frei­tag mit.

Nach An­ga­ben des Land­krei­ses Reut­lin­gen hat­te die seit 2007 lau­fen­de An­la­ge nach Um­bau­ten kei­ne Be­triebs­ge­neh­mi­gung mehr und hät­te nicht be­trie­ben wer­den dür­fen. Aus dem de­fek­ten Gär­be­häl­ter wa­ren am Mitt­woch übel­rie­chen­de Schad­stof­fe aus­ge­lau­fen und hat­ten Stra­ßen, Kel­ler und ei­nen na­he ge­le­ge­nen Bach­lauf ver­schmutzt.

Be­trof­fen von den Aus­wir­kun­gen des Un­falls war auch der Land­kreis Sig­ma­rin­gen. Fach­leu­te des Land­rats­am­tes fan­den am Don­ners­tag und Frei­tag in der Lau­chert süd­lich von Gammertingen et­wa 35 to­te Fi­sche. „Die Ve­r­un­rei­ni­gung war sicht­bar und riech­bar“, sagt der Fach­be­reichs­lei­ter Um­welt und Ar­beits­schutz des Land­rats­am­tes, Adri­an Schie­fer. Wei­ter­ge­hen­de Auf­fäl­lig­kei­ten sei­en aber trotz um­fas­sen­der Be­ob­ach­tun­gen nicht fest­ge­stellt wor­den.

Die Ge­samt­hö­he des Scha­dens so­wie der Ur­sprung des Lecks sind bis­lang un­klar.

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