Eu­ro­pa ist Hei­mat der Men­schen­rech­te

Schwaebische Zeitung (Pfullendorf) - - MEINUNG & DIALOG -

Zum Ar­ti­kel „Ge­teil­tes Echo auf Ruf nach star­kem Staat“(4.1.): Ob­wohl es kei­ne hun­dert­pro­zen­ti­ge Si­cher­heit gibt, ist es die drin­gends­te Auf­ga­be des Staa­tes, die Bür­ger vor Ter­ro­ris­ten zu schüt­zen. Die Jagd auf Ter­ro­ris­ten soll­te aber nicht die Not der Kriegs­flücht­lin­ge, die übers Mit­tel­meer ver­su­chen, sich und ih­re Fa­mi­li­en in Si­cher­heit zu brin­gen, ver­de­cken.

Krieg, Ge­walt, Ver­fol­gung, Not und Elend sind da­bei der Grund, dass Tau­sen­de den ge­fähr­li­chen Weg übers Mit­tel­meer neh­men, und da­bei un­ge­fähr 5000 Men­schen im ver­gan­ge­nen Jahr er­trun­ken sind.

Er­in­nern wir uns noch an Ay­lan Kur­di, den sy­ri­schen Jun­gen, der wie ein Stück Schwemm­holz an die Küs­te ge­spült wur­de und von ei­nem Po­li­zis­ten weg­ge­tra­gen wur­de? Oder an den fünf­jäh­ri­gen Jun­gen der in Alep­po nach ei­nem Luft­an­griff blut­ver­schmiert und ver­staubt in ei­nen Kran­ken­wa­gen ge­setzt wur­de. Die­se Bil­der soll­ten uns – trotz der Ge­fahr durch den Ter­ro­ris­mus – dar­an er­in­nern, dass Eu­ro­pa die Hei­mat der Men­schen­rech­te ist. Und je­der der ver­zwei­fel­ten Men­schen, die ih­ren Fuß auf eu­ro­päi­schen Bo­den set­zen, soll­te das auch spü­ren kön­nen.

Er­bach

Hans See­mann, Lie­be Le­se­rin­nen, lie­be Le­ser,

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