Rät­sel der Alt­stein­zeit lüf­ten

Uni­ver­si­tät Tübingen forscht wei­ter in Schö­nin­gen

Schwaebische Zeitung (Pfullendorf) - - KULTUR - SCHÖ­NIN­GEN

(dpa/sz) - Die Uni­ver­si­tät Tübingen, ge­nau­er der Lehr­stuhl von Ni­cho­las Co­nard, führt ein wei­te­res Gra­bungs­pro­jekt im nie­der­säch­si­schen Schö­nin­gen durch. Am Fund­ort der be­rühm­ten Schö­nin­ger Spee­re su­chen die For­scher un­ter der Lei­tung von Jor­di Ser­an­ge­li vom In­sti­tut für Ur- und Früh­ge­schich­te der Eber­hard-Karls-Uni­ver­si­tät nach Spu­ren der St­ein­zeit­men­schen. In dem ehe­ma­li­gen Braun­koh­le­ta­ge­bau im Kreis Helm­stedt (Nie­der­sach­sen) wa­ren zwi­schen 1995 und 1999 Spee­re ge­fun­den wor­den, die als äl­tes­te Jagd­waf­fen der Mensch­heit gel­ten. Sie sol­len Men­schen vor 400 000 Jah­ren ge­macht ha­ben. Die Ent­de­ckung fand welt­weit Be­ach­tung.

Nun wird an zwei neu­en Stel­len ge­gra­ben, um noch mehr über das Le­ben des Ne­an­der­ta­ler-Vor­läu­fers „Ho­mo hei­del­ber­gen­sis“her­aus­zu­fin­den. Es ge­he dar­um, die Um­welt­ver­hält­nis­se in Mit­tel­eu­ro­pa vor 300 000 Jah­ren zu re­kon­stru­ie­ren, sag­te der Lei­ter der Aus­gra­bun­gen in Schö­nin­gen, Jor­di Ser­an­ge­li.

FO­TO: DPA

Die Fun­de aus Schö­nin­gen wer­den im For­schungs- und Er­leb­nis­zen­trum Pa­lä­on ge­zeigt.

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