SPD strei­tet über Fa­mi­li­en­nach­zug

Schwaebische Zeitung (Pfullendorf) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - BER­LIN

(ts) - SPD-Frak­ti­ons­chef Tho­mas Op­per­mann stellt sich ge­gen For­de­run­gen aus den ei­ge­nen Rei­hen, den Fa­mi­li­en­nach­zug für sy­ri­sche Flücht­lin­ge in Deutsch­land wie­der zu er­mög­li­chen. „Es geht nicht um ei­ne ge­ne­rel­le Aus­wei­tung des Fa­mi­li­en­nach­zugs“, sag­te Op­per­mann der „Schwä­bi­schen Zei­tung“. „Wir ha­ben ei­ne Här­te­fall­re­ge­lung für sy­ri­sche Flücht­lin­ge ver­ein­bart. Die­se ist bis­her lei­der nicht um­ge­setzt wor­den, wir wol­len sie ak­ti­vie­ren. Das gilt ins­be­son­de­re für Kin­der und Ju­gend­li­che“, sag­te Op­per­mann. „Im letz­ten Jahr sind rund 2000 Min­der­jäh­ri­ge aus Sy­ri­en nach Deutsch­land ge­kom­men, die von ih­ren El­tern ge­trennt sind. Die­se Ju­gend­li­chen ha­ben Schreck­li­ches er­lebt, brau­chen Halt und Für­sor­ge, auch da­mit sie nicht auf die schie­fe Bahn ge­ra­ten und sich ra­di­ka­li­sie­ren. Des­halb wä­re es wich­tig, wenn min­des­tens ein El­tern­teil bei ih­nen sein könn­te.“

SPD-Frak­ti­ons­vi­ze Eva Högl hat­te kürz­lich ei­ne SPD-„Of­fen­si­ve“ge­for­dert, um sich für die Wie­der­ein­füh­rung des Fa­mi­li­en­nach­zugs für Flücht­lin­ge, der bis zum März 2018 aus­ge­setzt ist, stark­zu­ma­chen. Spä­ter re­la­ti­vier­te sie, auch ihr ge­he es „um die An­wen­dung der Här­te­fall­re­ge­lung für schwie­ri­ge Ein­zel­fäl­le“.

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