Kin­der- und Ju­gend­me­di­zin zieht ins EK

Nach fast 60 Jah­ren wird der ei­gen­stän­di­ge Stand­ort des Kran­ken­hau­ses Sankt Ni­ko­laus der Ober­schwa­ben­kli­nik auf­ge­ge­ben

Schwaebische Zeitung (Ravensburg / Weingarten) - - RAVENSBURG/WEINGARTEN -

RA­VENS­BURG (vin) - Zig­tau­send klei­ne Pa­ti­en­ten sind seit 1958 im Ra­vens­bur­ger Kran­ken­haus Sankt Ni­ko­laus be­han­delt wor­den. Im Herbst gibt die Ober­schwa­ben­kli­nik (OSK) das bis­he­ri­ge Ge­bäu­de auf und zieht mit der Ab­tei­lung für Kin­der- und Ju­gend­me­di­zin ins be­nach­bar­te Eli­sa­be­then-Kran­ken­haus (EK) um.

Dort wer­den die jun­gen Pa­ti­en­ten nach Al­ters­grup­pen (nicht mehr nach Krank­heits­bil­dern ge­trennt) in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zur Mut­terKind-Kli­nik und Ge­burts­hil­fe in mo­der­nen Räu­men un­ter­ge­bracht. Für Mit­te Sep­tem­ber ist ein Tag der of­fe­nen Tür ge­plant, spä­tes­tens im Ok­to­ber soll der Um­zug kom­plett ab­ge­schlos­sen wer­den. Am EK wird das „Ni­ki“, wie das Kin­der­kran­ken­haus seit Jahr­zehn­ten ge­nannt wird, 80 Bet­ten ha­ben, et­wa so vie­le wie jetzt auch. Zum Ver­gleich: 1958, als die Ärz­te und Schwes­tern schon ein­mal von der Ka­pu­zi­ner­stra­ße an den jet­zi­gen Stand­ort um­zo­gen, wa­ren es noch 200 Bet­ten. Da­für la­gen die Ba­bys und Kin­der dort auch durch­schnitt­lich drei Wo­chen – heu­te sind es nur noch drei Ta­ge.

Was nach dem Um­zug aus dem al­ten Ge­bäu­de wird, ist der­zeit noch un­klar. Es ge­hört im­mer noch der Sankt-Eli­sa­beth-Stif­tung der Fran­zis­ka­ne­rin­nen von Reu­te, die das Ni­ki bis zur Grün­dung der OSK 1997 al­lein be­trie­ben ha­ben, und ist der­zeit an den Land­kreis ver­mie­tet.

Die „Schwä­bi­sche Zei­tung“blickt in der heu­ti­gen Aus­ga­be zu­rück, wie sich die Kin­der­me­di­zin in Ra­vens­burg im Lauf der Jahr­zehn­te ent­wi­ckelt hat. Da­bei er­in­nern sich auch Or­dens­schwes­tern, die schon En­de der 50er-Jah­re als Kran­ken­schwes­tern am „Ni­ki“ge­ar­bei­tet ha­ben, an die dunk­len Zei­ten, als in man­chen Näch­ten noch drei oder vier Kin­der star­ben. SEI­TE 17

FO­TO: AN­NET­TE VIN­CENZ

Chef­arzt Andre­as Art­lich tät­schelt ei­nem so ge­nann­ten „Päp­per­le“, das aus dem Gröbs­ten raus ist, aber noch auf­ge­päp­pelt wer­den muss, das Köpf­chen.

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