Das Ge­feil­sche geht wei­ter

Schwaebische Zeitung (Riedlingen) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - Von Da­nie­la Wein­gärt­ner

Gün­ther Oet­tin­ger hat recht, wenn er an­ge­sichts ge­wal­ti­ger Ge­mein­schafts­auf­ga­ben auf schnel­le Ent­schei­dun­gen bei der Fi­nan­zie­rung drückt, die Net­to­zah­ler­de­bat­te als „Blöd­sinn“ab­tut und dar­auf hin­weist, dass von 100 Eu­ro, die ein Eu­ro­pä­er ver­dient, der na­tio­na­le Fis­kus 49 Eu­ro ein­be­hält, die EU sich hin­ge­gen mit ei­nem Eu­ro be­gnügt. Am Ge­feil­sche der Re­gie­run­gen und dem dar­aus re­sul­tie­ren­den Gieß­kan­nen­prin­zip bei der För­de­rung wird die Ar­gu­men­ta­ti­on den­noch we­nig än­dern. Denn die Re­gie­rungs­chefs wol­len wie die Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­ten ih­ren Wäh­lern stolz prä­sen­tie­ren, was sie in Brüs­sel her­aus­ge­schla­gen ha­ben. Die Fra­ge, wer wie­viel aus dem Topf zu­rück­be­kommt, mag un­sin­nig sein, tot­zu­krie­gen ist sie den­noch nicht. Im po­li­ti­schen Kuh­han­del der Re­gie­run­gen hat die Kon­zen­tra­ti­on aufs We­sent­li­che kei­ne Chan­ce.

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